Tabakbranche setzt auf Rooibos in E-Zigaretten
Alternativen zu aromatisiertem Tabak vor EU-Verbot: Rooibos-Tee als Hoffnungsträger

Ab dem 23. Oktober 2023 wird die EU aromatisierte Tabaksticks für E-Zigaretten verbieten, und die Tabakindustrie reagiert darauf, indem sie auf alternative Inhaltsstoffe wie Rooibos-Tee setzt. Der pflanzliche Grundstoff aus Südafrika soll mit Nikotin angereichert und in Form von Sticks für E-Zigaretten verkauft werden. Dieser Schritt kommt vor dem Hintergrund eines rückläufigen Absatzes von herkömmlichen Zigaretten, bedingt durch gesteigertes Gesundheitsbewusstsein und höhere Steuern in einigen Märkten.
British American Tobacco (BAT) hat bereits nikotinhaltige Sticks mit Rooibos-Basis in Deutschland und acht weiteren europäischen Ländern eingeführt und plant eine weltweite Vermarktung. Auch Philip Morris (PMI) plant die Einführung von tabakfreien Sticks, wobei unklar ist, ob Rooibos in ihren Produkten enthalten ist. Andere Branchenakteure äußern sich nicht zu ähnlichen Entwicklungen.
Gesundheitsexperten warnen vor den gesundheitlichen Risiken der neuen Produkte und fordern eine strenge Regulierung, um den Konsum von Nikotin nicht weiter zu fördern. Trotz dieser Bedenken könnten die neuen Produkte vorübergehend das EU-Verbot umgehen, da sie nicht den gleichen behördlichen Vorschriften unterliegen wie tabakhaltige Produkte.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDerzeit profitieren die Rooibos-Sticks von erheblichen steuerlichen Vorteilen, da sie nicht der Tabaksteuer unterliegen. Analysten prognostizieren jedoch, dass diese Vorteile langfristig nicht bestehen bleiben werden, da zukünftige Regulierungen voraussichtlich auf den Nikotinkonsum insgesamt abzielen werden.


