Taiwan: Exportaufträge steigen 2025 um 26% auf Rekordhoch
Taiwans Exportaufträge erreichten 2025 dank der starken Nachfrage nach KI-Technologie einen neuen Rekordwert von 743,73 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Taiwans Exportaufträge haben 2025 ein Rekordniveau erreicht. Wie das taiwanesische Wirtschaftsministerium mitteilte, stiegen die Gesamtaufträge im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 743,73 Milliarden US-Dollar. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch die anhaltend starke Nachfrage nach künstlicher Intelligenz und Hochleistungsrechentechnik.
Allein im Dezember übertrafen die Exportaufträge die Erwartungen deutlich. Mit einem Anstieg von 43,8 Prozent im Jahresvergleich lagen sie klar über der Analystenschätzung von 36,3 Prozent. Dies markierte bereits den elften Monat in Folge mit steigenden Auftragseingängen.
TSMC als Taktgeber der globalen Technologiebranche
Die Exportaufträge taiwanesischer Technologieunternehmen, allen voran des weltgrößten Auftragschipherstellers TSMC, gelten als wichtiger Indikator für die globale Technologienachfrage. TSMC hatte erst vergangene Woche einen beeindruckenden Quartalsbericht vorgelegt und die Prognosen mit einem Gewinnzuwachs von 35 Prozent im vierten Quartal übertroffen.
Besonders stark entwickelten sich die Aufträge für Telekommunikationsprodukte mit einem Plus von 88,1 Prozent im Dezember. Elektronikprodukte verzeichneten einen Zuwachs von 39,9 Prozent im Jahresvergleich.
Starkes Wachstum bei US-Aufträgen
Regional betrachtet zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Aufträge aus den USA schnellten um 55,3 Prozent nach oben, nachdem bereits im Vormonat ein Plus von 56,1 Prozent verzeichnet worden war. Auch Europa zeigte sich mit einem Zuwachs von 47 Prozent als starker Abnehmer taiwanesischer Technologie. Aufträge aus Japan stiegen um 26,3 Prozent.
Die Aufträge aus China, dem wichtigsten Handelspartner Taiwans, legten um 15 Prozent zu – etwas schwächer als im November mit damals 17,6 Prozent.
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Zur AktienanalyseOptimistische Prognose trotz Risiken
Für Januar rechnet das Wirtschaftsministerium mit einem weiteren kräftigen Anstieg der Exportaufträge zwischen 45,7 und 49,9 Prozent im Jahresvergleich. Die Behörde erwartet eine anhaltende Dynamik, da neue Bereiche wie KI und Hochleistungsrechnen weiter expandieren.
Allerdings warnt das Ministerium auch vor Unsicherheiten. Handelspolitische Entwicklungen und geopolitische Risiken könnten die Dynamik des globalen Handels belasten. Dennoch bleibt der Ausblick für Taiwans Technologiebranche positiv, solange die weltweite Nachfrage nach KI-Technologie auf hohem Niveau verharrt.


