Tansania verhandelt über Milliardenprojekt für Erdgas
LNG-Anlage und Pipeline sollen Energiepotenzial des Landes erschließen und Export stärken

Tansania führt derzeit Gespräche mit Investoren über steuerliche Anreize für ein ins Stocken geratenes Projekt zum Bau einer Verflüssigungsanlage für Erdgas (LNG) im Wert von 42 Milliarden US-Dollar. Dies teilte Energieminister Doto Biteko mit. Ziel ist es, die Verhandlungen bis Juni dieses Jahres abzuschließen. Das Großprojekt wird von Equinor und Shell gemeinsam betrieben, während Exxon Mobil, Pavilion Energy, Medco Energi sowie die staatliche tansanische Ölgesellschaft TPDC als Partner beteiligt sind.
Der Projektfortschritt wurde durch geplante Änderungen der tansanischen Regierung an einem im Jahr 2023 geschlossenen Finanzabkommen verzögert. Minister Biteko betonte, dass das Projekt nicht eingestellt sei, sondern derzeit über Bedingungen verhandelt werde, um die Wirtschaftlichkeit für alle Beteiligten sicherzustellen. Er wies darauf hin, dass seitens der Regierung bestimmte Anreize erforderlich seien, wobei das endgültige Produktionsvolumen von den Ergebnissen der Verhandlungen abhänge. Ein konkreter Zeitrahmen für den Projektbeginn könne erst nach Abschluss der Gespräche genannt werden, jedoch rechne man mit einem Abschluss noch im laufenden Finanzjahr.
Das LNG-Projekt soll den Zugang zu bedeutenden Erdgasvorkommen des Landes ermöglichen, die sich auf rund 47,13 Billionen Kubikfuß belaufen. Parallel dazu plant Tansania die Vergabe von Explorationslizenzen für 26 Öl- und Gasblöcke, wobei der Startschuss hierfür am 5. März erfolgen soll. Dieses Vorhaben ist Teil der Bemühungen des Landes, seine Rolle im globalen Energiemarkt weiter auszubauen.
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Zur AktienanalyseDarüber hinaus arbeitet Tansania gemeinsam mit Uganda, Frankreichs TotalEnergies und Chinas CNOOC am Bau einer 1.445 Kilometer langen Pipeline, die ugandisches Rohöl an die Küste des Indischen Ozeans in Tansania transportieren soll. Minister Biteko berichtete, dass der Baufortschritt des Projekts bei 47 Prozent liege und die Fertigstellung voraussichtlich innerhalb der nächsten 36 Monate erfolgen werde.

