ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Tarifverhandlungen bei der Bahn nehmen überraschende Wendung

Einigung in Sicht: EVG und Deutsche Bahn setzen auf Verhandlungen statt Streiks.

Tarifverhandlungen bei der Bahn nehmen überraschende Wendung

Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn nehmen eine überraschende Wendung. Nachdem das Unternehmen zunächst weitere Verhandlungen ablehnte und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mit Warnstreiks drohte, sollen nun doch Gespräche stattfinden. Die Vertreter der Bahn und der EVG planen, in den kommenden Tagen zusammenzukommen, um Lösungswege im Tarifkonflikt zu diskutieren. Allerdings wird vor dem Treffen kein Streik erwartet. Die Vorbereitungen für einen möglichen Arbeitskampf laufen jedoch weiter.

Laut Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ist das Treffen für den kommenden Montag geplant, und es sind keine Streiks für die gesamte kommende Woche geplant. Die EVG berücksichtigt dabei den bevorstehenden Evangelischen Kirchentag, den Feiertag Fronleichnam und das Ende der Pfingstferien in einigen Bundesländern.

Am Mittwoch hatte die EVG weitere Warnstreiks angekündigt, ohne zunächst ein genaues Datum zu nennen. Doch dann schickte die Gewerkschaft überraschend eine Einladung zu Gesprächen an die Verhandlungsführer der Bahn. Die Bahn nahm das Angebot an und hofft, dass die EVG bei den Verhandlungen mögliche Kompromisse zeigt, die zu einem Tarifabschluss führen können.

Zuvor hatte die Bahn weitere Verhandlungen und ein neues Angebot abgelehnt und die Haltung der Gewerkschaft kritisiert. Die EVG betont jedoch, dass sie offen für konstruktive Verhandlungen sei, und fordert mehr Bewegung seitens der Bahn beim Gehalt, insbesondere für die unteren Einkommen.

Der Tarifkonflikt betrifft insgesamt rund 230.000 Beschäftigte in der Bahnbranche, wobei der Fokus auf den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn liegt, bei der etwa 180.000 Beschäftigte arbeiten. Die zentralen Streitpunkte sind die Laufzeit des Tarifvertrags und die Frage, ob die Löhne prozentual oder mit einem Festbetrag erhöht werden sollen.

Die EVG fordert eine Erhöhung um mindestens 650 Euro pro Monat oder zwölf Prozent für die oberen Lohngruppen. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll ihrer Vorstellung nach ein Jahr betragen. Die Bahn hatte Ende Mai eine stufenweise Erhöhung von zwölf Prozent für die unteren Lohngruppen angeboten, sowie zehn Prozent für die mittleren Gruppen und acht Prozent für die oberen Gruppen. Zusätzlich wurde eine Inflationsausgleichsprämie von insgesamt 2850 Euro vorgeschlagen. Die EVG lehnte das Angebot ab.

Deutsche BahnArbeitsmarktStreik

Disclaimer