Tata Communications: Quartalsgewinn steigt um 54% - Neuer CEO ernannt
Der indische Telekommunikationskonzern Tata Communications verzeichnet einen kräftigen Gewinnsprung im dritten Quartal. Zugleich bereitet sich das Unternehmen mit einem neuen CEO auf die digitale Zukunft vor.

Tata Communications hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen beeindruckenden Gewinnsprung verzeichnet. Der auf Datenverbindungen und Cybersicherheit spezialisierte Konzern aus Mumbai steigerte seinen Nettogewinn um 54,3 Prozent im Jahresvergleich auf 3,65 Milliarden Rupien (etwa 39,8 Millionen US-Dollar). Der Umsatz kletterte um 6,7 Prozent auf 61,89 Milliarden Rupien.
Starkes Wachstum im Datengeschäft
Das Kerngeschäft mit Datendiensten entwickelte sich besonders dynamisch und legte um 9,4 Prozent auf 53,8 Milliarden Rupien zu. Diese Entwicklung unterstreicht die erfolgreiche Strategie des Unternehmens, sich von traditionellen Netzwerkdiensten zu lösen und verstärkt auf digitale Infrastruktur zu setzen. Tata Communications investiert gezielt in zukunftsträchtige Bereiche wie Cloud-Konnektivität, Cybersicherheit, Internet der Dinge und Kommunikationsplattformen.
Ehrgeizige Wachstumsziele bis 2028
Das Management hat sich ambitionierte Ziele gesetzt: Bis zum Geschäftsjahr 2028 soll der Umsatz im Datengeschäft auf 280 Milliarden Rupien anwachsen. Dieses Wachstum soll primär durch digitale Dienste erreicht werden, von denen sich das Unternehmen höhere Margen und nachhaltigere Umsätze verspricht. Die traditionellen Netzwerkdienste leiden hingegen unter Preisdruck und operativen Herausforderungen.
Führungswechsel an der Spitze
Parallel zu den positiven Quartalszahlen gab Tata Communications eine wichtige Personalentscheidung bekannt. Ganesh Lakshminarayanan wurde zum designierten Geschäftsführer und CEO ernannt. Seine offizielle Ernennung steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen. Lakshminarayanan bringt umfangreiche Erfahrung mit: Er ist derzeit Geschäftsführer und Group Vice President für ServiceNow in Indien und der SAARC-Region.
Belastung durch neue Arbeitsgesetze
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Zur AktienanalyseEine Belastung für das Quartalsergebnis stellten neue indische Arbeitsgesetze dar. Tata Communications musste eine Rückstellung in Höhe von 609,8 Millionen Rupien bilden. Die im November eingeführten Gesetze stellen die größte Überarbeitung der indischen Arbeitnehmergesetze seit Jahrzehnten dar. Sie schreiben vor, dass Löhne mindestens 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen müssen und dass Leistungen wie Vorsorgefonds und Abfindungen auf Basis dieser Löhne berechnet werden.
Branchenweite Auswirkungen
Die neuen Arbeitsgesetze belasten nicht nur Tata Communications, sondern die gesamte indische IT-Branche. Große Technologiekonzerne wie Wipro, TCS und HCLTech mussten ebenfalls entsprechende Rückstellungen vornehmen. Trotz dieser regulatorischen Herausforderung zeigt sich Tata Communications mit seiner strategischen Neuausrichtung auf digitale Dienste gut für die Zukunft aufgestellt.


