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Taylor Farms ruft Salsas und Guacamole wegen Salmonellen zurück

Kontaminierte Jalapeño-Paprika eines mexikanischen Lieferanten lösen einen umfangreichen Rückruf des kalifornischen Lebensmittelproduzenten aus.

10. August 2026 2 Min

Der kalifornische Lebensmittelproduzent Taylor Farms hat am Sonntag einen freiwilligen Rückruf für verschiedene verarbeitete Produkte eingeleitet. Betroffen sind unter anderem Salsas und Guacamole, die möglicherweise mit Salmonellen kontaminiert sind. Als Ursache nennt das Unternehmen Jalapeño-Paprika, die vom Lieferanten Coast Citrus Distributors bezogen wurden.

Coast Citrus hatte seinerseits bereits einen Rückruf für die frischen Paprika gestartet. Taylor Farms betonte, dass dem Unternehmen keine Erkrankungen bekannt seien, die direkt mit den eigenen Produkten in Verbindung stehen. Laut Berichten von Reuters und dem Wall Street Journal hat Taylor Farms die Geschäftsbeziehungen zu dem betroffenen Erzeuger in Sinaloa, Mexiko, bereits beendet. US-Behörden hatten diesen Erzeuger als potenzielle Quelle des Ausbruchs identifiziert.

Ausbruch betrifft 345 Menschen in 27 US-Bundesstaaten

Die US-Gesundheitsbehörden CDC und FDA untersuchen derzeit einen Salmonellen-Ausbruch, der bereits 345 Menschen in 27 Bundesstaaten erkranken ließ. 36 Betroffene mussten ins Krankenhaus eingewiesen werden. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch bekannte Restaurantketten identifiziert, die Jalapeños von Coast Citrus bezogen hatten.

Darunter befinden sich Chipotle Mexican Grill und Qdoba, die daraufhin die Verwendung der betroffenen Produkte einstellten. Salmonellen-Infektionen äußern sich typischerweise durch Fieber, Durchfall und Magenkrämpfe. Besonders gefährdet sind Kinder, Senioren sowie immungeschwächte Personen, bei denen der Krankheitsverlauf deutlich schwerer ausfallen kann.

Zweiter Rückruf innerhalb weniger Wochen

Dieser Vorfall trifft Taylor Farms zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Der Rückruf erfolgt nur wenige Wochen, nachdem das Unternehmen bereits wegen eines Ausbruchs von Cyclosporiasis unter Druck geraten war. Die FDA hatte diesen Ausbruch mit Kopfsalat aus Zentralmexiko in Verbindung gebracht.

Taylor Farms reagierte damals mit einem freiwilligen Produktions- und Beschaffungsstopp für Eisbergsalat aus dieser Region und leitete eine interne Sicherheitsüberprüfung ein. Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass die FDA bis zum 5. August keine positiven Testergebnisse für Cyclospora in den Salatproben bestätigen konnte. Die zwei Vorfälle in kurzer Folge werfen dennoch Fragen zur Lieferkettensicherheit des Unternehmens auf.

GrubMarket, das Coast Citrus im vergangenen Jahr übernommen hatte, reagierte zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Verbraucher, die Produkte von Taylor Farms mit Jalapeño-Zutaten erworben haben, sollten diese nicht verzehren und entsprechende Rückgabe- oder Erstattungsmöglichkeiten beim Händler erfragen. In Deutschland sind die betroffenen Produkte nicht im Handel erhältlich, da es sich um einen auf den US-Markt beschränkten Rückruf handelt.

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