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TDK erzielt Durchbruch bei Feststoffbatterien

Neue Akkus speichern 100-mal mehr Energie und verlängern Laufzeiten erheblich

TDK erzielt Durchbruch bei Feststoffbatterien

Der japanische Technologiekonzern TDK hat laut Presseberichten einen Durchbruch bei Feststoffbatterien erzielt. Diese neuen Batterien sollen in der Lage sein, 100-mal so viel Energie zu speichern wie die aktuellen Akkus des Unternehmens. Damit könnten kleine Geräte wie Kopfhörer oder Smartwatches deutlich längere Laufzeiten erhalten.

Die Energiedichte der neuen Batterien beträgt etwa 1000 Wattstunden pro Liter. Zum Vergleich: Die derzeitigen Feststoffbatterien der Konkurrenz kommen auf etwa 50 Wattstunden pro Liter, und Knopfzellenbatterien mit flüssigem Elektrolyt erreichen maximal 400 Wattstunden pro Liter. Der Geschäftsführer von TDK, Noboru Saito, erklärte, dass das neu entwickelte Material für die Festkörperbatterien einen signifikanten Beitrag zur Energiewende leisten könne. Nun strebe das Unternehmen an, diese Technologie serienreif zu machen.

Die innovativen Feststoff-Akkus bestehen aus einem vollständig keramischen Material mit oxidbasiertem Festelektrolyt und Anoden aus einer Lithiumlegierung. Diese Konstruktion ermöglicht es den Akkus, mehr Energie zu speichern, was entweder zur Herstellung kleinerer Geräte oder zur Verlängerung der Laufzeit bestehender Geräte führen könnte. TDK hat derzeit einen weltweiten Marktanteil von 50 bis 60 Prozent bei kleinen Batterien. Feststoffbatterien gelten als sicherer, leichter und kostengünstiger als die derzeitigen Akkus. Zudem können sie schneller geladen werden als Batterien mit flüssigem Elektrolyten.

TDK plant, im kommenden Jahr erste Muster des neuen Batterieprototyps an Kunden zu versenden, mit dem Ziel, anschließend die Massenproduktion zu starten. Allerdings gibt es auch Herausforderungen bei der neuen Technologie. Durch die Verwendung von Keramik sind größere Batterien zerbrechlicher, was ihre Anwendung in Elektroautos oder Smartphones erschwert.

Parallel zur Entwicklung bei TDK arbeiten auch japanische Autokonzerne an Feststoffbatterien. Toyota, der Weltmarktführer, plant, die Technologie bis 2027 serienreif zu machen, Nissan im Jahr darauf und Honda bis Ende des Jahrzehnts. Diese Unternehmen setzen jedoch hauptsächlich auf sulfidbasierte Elektrolyte.

TDK ist zuversichtlich, dass die neuen Feststoffbatterien die Marktdominanz chinesischer Zellhersteller herausfordern könnten. Die Entwicklung von Feststoffbatterien wird daher nicht nur als technologischer Fortschritt, sondern auch als strategischer Schritt im globalen Wettbewerb betrachtet.

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