Tech-CEOs kritisieren ICE nach tödlichen Schüssen in Minneapolis
Nach der tödlichen Erschießung eines Demonstranten durch US-Bundesbeamte in Minneapolis kritisieren prominente Tech-Chefs wie OpenAI-CEO Sam Altman und Apple-Chef Tim Cook das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE scharf.

Bundesbeamte der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE haben am Wochenende in Minneapolis einen Demonstranten erschossen. Es war bereits der zweite derartige Vorfall in diesem Monat. Die Ereignisse lösten eine Welle der Kritik aus der Wirtschaft aus, nachdem viele Führungskräfte zuvor geschwiegen hatten.
Altman fordert klare Unterscheidung
Sam Altman, CEO des ChatGPT-Herstellers OpenAI, äußerte sich in einer internen Slack-Nachricht deutlich: "Was mit der ICE passiert, geht zu weit." Er betonte, es gebe einen großen Unterschied zwischen der Abschiebung gewalttätiger Krimineller und dem aktuellen Vorgehen. Diese Unterscheidung müsse klar getroffen werden. "Ein Teil der Liebe zum Land ist die amerikanische Pflicht, sich gegen Übergriffe zur Wehr zu setzen", so Altman weiter.
Apple-Chef Cook im Austausch mit Trump
Auch Tim Cook, CEO von Apple, zeigte sich "zutiefst betroffen" von den Ereignissen. Laut Bloomberg forderte er in einem internen Memo an die Mitarbeiter eine "Deeskalation" der Situation. Cook hatte die Angelegenheit nach eigenen Angaben bereits mit US-Präsident Donald Trump besprochen.
Über 60 CEOs unterzeichnen Erklärung
Mehr als 60 Unternehmenschefs haben nach wochenlangem Schweigen eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die zur Deeskalation aufruft. Darunter sind Führungskräfte von 3M, UnitedHealth Group und General Mills. Besonders in Minnesota, wo Minneapolis sowohl eine liberale Hochburg als auch ein wichtiges Unternehmenszentrum ist, hatten sich große Firmen bisher zurückgehalten.
Mitarbeiter fordern Konsequenzen
Über 450 Beschäftigte von Unternehmen wie Google, Meta Platforms, Salesforce und OpenAI unterzeichneten bereits am Samstag einen offenen Brief. Darin fordern sie ihre Führungskräfte auf, das Weiße Haus unter Druck zu setzen, die ICE aus US-Städten abzuziehen, alle Verträge mit der Behörde zu kündigen und sich öffentlich gegen die Gewalt auszusprechen.
Spannungen bei Investor Khosla Ventures
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Zur AktienanalyseDie Kritik führt auch zu internen Spannungen. Bei Khosla Ventures, einem frühen OpenAI-Investor, distanzierten sich Gründer Vinod Khosla und Partner Ethan Choi von Äußerungen des Partners Keith Rabois. Dieser hatte behauptet, die Strafverfolgungsbehörden hätten keine unschuldige Person erschossen.
Operation Metro Surge seit Dezember
Die "Operation Metro Surge" läuft seit Dezember in Minneapolis. Während Trumps zweiter Amtszeit zögerten viele Unternehmen, den Präsidenten zu kritisieren. Altman äußerte sich dennoch hoffnungsvoll: "Präsident Trump ist eine sehr starke Führungspersönlichkeit, und ich hoffe, er wird dieser Situation gewachsen sein und das Land vereinen."


