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Technologieriesen im Wandel

Gewinnwachstum schwächt sich ab, Bewertungen bleiben unterschiedlich stabil

Technologieriesen im Wandel

Die "Glorreichen Sieben" der amerikanischen Technologiewelt, bestehend aus Apple, Microsoft, Nvidia, Alphabet, Amazon, Meta und Tesla, haben in den letzten Jahren bemerkenswerte Kursgewinne verzeichnet. Diese Unternehmen haben es teilweise geschafft, ihre Gewinne schneller zu steigern als ihre Aktienkurse, was ihre Bewertung gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) vorteilhafter macht. Doch diese Entwicklung könnte sich ändern, da die Wachstumsraten der Gewinne abnehmen. Im ersten Quartal des Jahres verzeichneten die sieben Unternehmen noch einen Gewinnzuwachs von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während es im zweiten Quartal nur noch 29 Prozent waren. Analysten erwarten für die kommenden zwölf Monate lediglich einen Anstieg von 23 Prozent. Diese Abkühlung macht es umso wichtiger, dass die Aktienbewertungen den tatsächlichen Unternehmensgewinnen gerecht werden, um nicht überbewertet zu erscheinen.

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, ist derzeit das am niedrigsten bewertete Unternehmen unter den "Glorreichen Sieben". Der Konzern hat seinen Nettogewinn im zweiten Quartal um 29 Prozent auf 23,6 Milliarden Dollar gesteigert, was größtenteils auf die Einnahmen aus dem Werbegeschäft zurückzuführen ist. Alphabet wächst damit in seine hohe Bewertung hinein und wird mit einem KGV von 19,4 aktuell günstiger bewertet als der breite US-Markt. Im Gegensatz dazu ist Apple, trotz hoher Gewinnspannen und einer stabilen Marktstellung, mit einem KGV von 34 vergleichsweise teuer. Obwohl der Gewinn leicht rückläufig war, bleibt das Unternehmen aufgrund seiner enormen Profitabilität und seiner starken Kundenbindung durch ein geschlossenes Ökosystem hoch bewertet.

Amazon weist eine stark schwankende Bewertung auf, bedingt durch hohe Investitionen und variable Gewinne. Während das Unternehmen im Jahr 2021 einen Gewinn von 33 Milliarden Dollar erzielte, verzeichnete es 2022 einen Verlust, nur um 2023 wieder 30 Milliarden Dollar Nettogewinn zu erwirtschaften. Analysten prognostizieren für 2024 einen weiteren Anstieg auf 50 Milliarden Dollar, wobei die Aktie derzeit mit einem KGV von 41,6 bewertet wird. Die Schwankungen in der Bewertung spiegeln die Unsicherheiten in den Prognosen wider, die vor allem auf Amazons starken Fokus auf Investitionen zurückzuführen sind.

Meta, der Betreiber von Plattformen wie Facebook und Instagram, zeigt eine beeindruckende Wachstumsdynamik. Im zweiten Quartal stieg der Nettogewinn um 73 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar, was die Aktie moderat bewertet erscheinen lässt. Mit einem KGV von 22,5 ist Meta nach Alphabet die zweitgünstigste Aktie unter den Technologieriesen.

Nvidia, spezialisiert auf Hochleistungs-Chips für KI-Anwendungen, zeigt das schnellste Wachstum unter den "Glorreichen Sieben". Im letzten Quartal vervierfachte sich der Umsatz nahezu, während der Nettogewinn sich sogar mehr als versiebenfachte. Diese enormen Wachstumsraten führen dazu, dass das ursprünglich hohe KGV von 72,8 auf 37,6 sinken könnte, sofern die erwarteten Gewinne erreicht werden. Hingegen steht Tesla unter Druck, da das Wachstum im Elektroautogeschäft stagniert und die Konkurrenz zunimmt. Der Nettogewinn brach im letzten Quartal um 45 Prozent ein, was die Aktie trotz eines Kursrückgangs weiterhin überbewertet erscheinen lässt. Das KGV von Tesla liegt derzeit bei 108,5, was das Unternehmen anfällig für weitere Kursrückschläge macht.

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