Teilzeit erreicht neuen Höchststand in Deutschland
Mehr Beschäftigte mit Nebenjob und steigende Stunden im Teilzeitbereich

In Deutschland arbeitet mittlerweile mehr als jeder dritte Beschäftigte in Teilzeit, die Quote hat im zweiten Quartal 2025 erstmals die Marke von 40 Prozent überschritten. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg lag der Anteil der Teilzeitkräfte bei 40,1 Prozent und erreichte damit ein neues Rekordhoch. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,3 Prozent auf 16,97 Millionen Menschen. Dagegen nahm die Zahl der Vollzeitkräfte um 0,7 Prozent auf 25,35 Millionen ab.
Vor einigen Jahrzehnten war Teilzeitarbeit noch ein Ausnahmefall, heute ist sie für Millionen Beschäftigte Alltag. Der Trend wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass besonders in Pflege und Erziehung, wo Teilzeit verbreitet ist, viele neue Stellen entstanden sind. Beschäftigte in Teilzeit arbeiten im Durchschnitt 18,6 Stunden pro Woche und damit so viel wie noch nie. Vollzeitkräfte erreichen im Schnitt 38,3 Stunden. Der wachsende Teilzeitanteil geht einher mit einer höheren durchschnittlichen Wochenarbeitszeit in diesem Segment, was die Bedeutung dieser Arbeitsform zusätzlich unterstreicht.
Auch die Gesamtzahl der Erwerbstätigen blieb auf einem hohen Niveau. Im zweiten Quartal waren rund 46 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig, was einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Saison- und kalenderbereinigt stagnierte die Beschäftigung allerdings im Vergleich zum ersten Quartal. Trotz der anhaltenden Folgen zweier Rezessionsjahre zeigt sich damit ein Beschäftigungsrekord, wobei die Zahl der Vollzeitstellen weiterhin mehr als 200.000 unter dem bisherigen Höchststand liegt.
Die Arbeitsbelastung zeigt sich auch bei den Überstunden. Arbeitnehmer leisteten im Durchschnitt 2,6 bezahlte sowie 3,9 unbezahlte Überstunden pro Woche. Das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal, als die Werte noch um 0,1 beziehungsweise 0,3 Stunden höher lagen.
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Zur AktienanalyseParallel dazu nahm die Zahl der Beschäftigten mit einem Nebenjob zu. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg sie um 2,5 Prozent auf 4,64 Millionen Menschen. Damit setzt sich ein langfristiger Aufwärtstrend fort, der zeigt, dass immer mehr Arbeitnehmer neben ihrer Haupttätigkeit weitere Einkommensquellen erschließen. Die Entwicklung unterstreicht, dass sich die Arbeitswelt in Deutschland weiter diversifiziert, wobei Teilzeitarbeit und Nebentätigkeiten eine immer größere Rolle einnehmen.


