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Telefónica plant massiven Stellenabbau

Weitreichende Sparmaßnahmen treffen spanische Tochtergesellschaften und belasten den Aktienkurs

Telefónica plant massiven Stellenabbau

Telefónica hat ein weitreichendes Sparprogramm eingeleitet, das einen Abbau von mindestens 5040 Stellen vorsieht. Dies teilte die Gewerkschaft UGT nach Gesprächen mit dem Unternehmen mit. Die Maßnahmen betreffen rund ein Fünftel der Belegschaft in Spanien und sollen drei Tochtergesellschaften des Konzerns erfassen. Für weitere Gesellschaften sind zusätzliche Gespräche geplant, bei denen mit weiteren Ankündigungen zu rechnen ist. Ein Sprecher von Telefónica äußerte sich nicht zu den Plänen, während bereits zuvor Hinweise auf umfassende Kostensenkungen gegeben worden waren.

Der Vorstandsvorsitzende Marc Murtra hatte in diesem Monat detailliertere Maßnahmen zur Senkung der Betriebskosten vorgestellt. Dazu gehörten unter anderem Anpassungen an der Prognose für den freien Cashflow. Dieser wurde von bisher rund 2,6 Milliarden Euro auf etwa 1,9 Milliarden Euro reduziert. Gleichzeitig wurde die Dividende halbiert, was eine deutliche Abkehr von der bisherigen Dividendenpolitik des Unternehmens darstellt. Diese Schritte hatten unmittelbare Auswirkungen auf den Aktienkurs: Die Aktie verlor am Tag der Ankündigung 13 Prozent und verzeichnete damit den drittstärksten Kursrückgang in der Unternehmensgeschichte.

Bereits im Jahr 2023 hatte das Unternehmen in Spanien 3421 Stellen abgebaut, was rund 16 Prozent der damaligen Belegschaft entsprach. Der Konzern beschäftigt nach Angaben einer Sprecherin etwa 25.000 Mitarbeiter in Spanien und rund 80.000 weltweit. Die jüngsten Entwicklungen belasten die Aktie weiter. In den vergangenen drei Monaten gehörte Telefónica zu den schwächsten Werten im Stoxx Europe 600 Telekommunikationsindex und verlor 21 Prozent an Wert, während der Vergleichsindex um etwa sieben Prozent sank.

Am Kapitalmarkttag Anfang November hatte das Unternehmen angekündigt, die Ausgaben durch die Optimierung der Netze und des Energieverbrauchs zu senken. Weitere Maßnahmen umfassen den Einsatz künstlicher Intelligenz im Kundenservice, den Verkauf von Immobilien sowie die Vereinfachung von Geschäftsprozessen. Diese Schritte sollen zur Stabilisierung der finanziellen Lage beitragen.

Analysten reagieren zurückhaltend auf die aktualisierten Prognosen. Nach Einschätzung von Akhil Dattani von JP Morgan könnte der freie Cashflow im Jahr 2028 etwa 20 Prozent niedriger ausfallen als bisher erwartet. Die aktuellen Prognosen berücksichtigen keine möglichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Zusammenhang mit den geplanten Stellenstreichungen. Die Änderung der Dividendenstrategie unterstreicht zudem den Strategiewechsel hin zu einer stärkeren internen Konsolidierung.

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