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Tesla plant 100-Gigawatt-Solarfabrik für Weltraum-Rechenzentren

Morgan Stanley sieht Wertsteigerung von bis zu 50 Milliarden Dollar durch strategische Solar-Expansion

Tesla plant 100-Gigawatt-Solarfabrik für Weltraum-Rechenzentren

Tesla plant den Aufbau einer massiven Solar-Produktionskapazität von 100 Gigawatt, die primär für Rechenzentren im Weltraum genutzt werden soll. Morgan Stanley bewertet diese strategische Entscheidung als langfristig wertvoll und sieht darin eine Antwort auf geopolitische Risiken sowie den steigenden Energiebedarf von Rechenzentren der nächsten Generation.

Die Investmentbank geht davon aus, dass Teslas Solar-Ambitionen den Eigenkapitalwert der Energiesparte um 25 bis 50 Milliarden US-Dollar steigern könnten, was einem Wertzuwachs von 6 bis 14 Dollar pro Aktie entspricht. Analyst Andrew Percoco betont, dass die tiefere vertikale Integration auch das bestehende Energiegeschäft des Unternehmens stärken würde. Morgan Stanley bewertet Tesla Energy derzeit mit 140 Milliarden Dollar.

Sobald die Skalierung erreicht ist, könnte Tesla Solar einen Jahresumsatz von 25 Milliarden Dollar generieren und zusätzlich 3 bis 4 Milliarden Dollar zum operativen Ergebnis (EBIT) beitragen. Diese Zahlen unterstreichen das erhebliche Potenzial des neuen Geschäftsbereichs für die Gesamtperformance des Konzerns.

Massive Investitionen erforderlich

Der Aufbau der 100-Gigawatt-Kapazität erfordert allerdings erhebliche finanzielle Mittel. Morgan Stanley schätzt die notwendigen Investitionen auf 30 bis 70 Milliarden US-Dollar. Diese Summe ist nicht in der aktuellen Prognose für Teslas Investitionsausgaben für 2026 enthalten, was auf einen längerfristigen Investitionshorizont hindeutet.

Trotz der hohen Kosten sieht die Bank die langfristigen Vorteile als gerechtfertigt an. Besonders die strategische Verbindung zum bereits etablierten Energiespeichergeschäft von Tesla könnte Synergien schaffen und die Wettbewerbsposition des Unternehmens im Energiesektor nachhaltig stärken.

Fokus auf Weltraum-Rechenzentren

Entscheidend für die Bewertung ist laut Percoco die Annahme, dass ein erheblicher Teil der 100-Gigawatt-Kapazität für Rechenzentren im Weltraum verwendet wird. Nur ein kleinerer Anteil soll auf erdgebundene Anlagen entfallen. Diese Strategie steht im Einklang mit Elon Musks erklärtem Ziel, solarbetriebene Rechenzentren ins All zu bringen.

Durch diese Ausrichtung will Tesla Energieengpässe vermeiden, die das Unternehmen bei der Umsetzung seiner umfassenden Technologie-Ambitionen behindern könnten. Die spezialisierte Anwendung würde Tesla zudem von der konventionellen Angebots-Nachfrage-Dynamik des derzeit übersättigten globalen Solarmarkts abschirmen und eine differenzierte Marktposition ermöglichen.

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