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Texas verklagt TP-Link wegen Sicherheitsrisiken durch China-Verbindungen

Generalstaatsanwalt wirft Router-Hersteller irreführende Vermarktung und Zugriff Pekings auf US-Verbraucherdaten vor.

Texas verklagt TP-Link wegen Sicherheitsrisiken durch China-Verbindungen

Der US-Bundesstaat Texas hat den Netzwerkgeräte-Hersteller TP-Link Systems wegen mutmaßlicher Täuschung von Verbrauchern und Sicherheitsrisiken verklagt. Generalstaatsanwalt Ken Paxton wirft dem Unternehmen vor, seine Produkte irreführend vermarktet und der chinesischen Regierung Zugriff auf Geräte amerikanischer Verbraucher ermöglicht zu haben.

"Trotz der Zusicherungen bezüglich Privatsphäre und Sicherheit wurden die Produkte von TP-Link von staatlich geförderten Hacker-Gruppen aus China genutzt, um mehrere Cyberangriffe gegen die Vereinigten Staaten zu starten", erklärte Paxton in einer Pressemitteilung. Da fast alle Produktteile aus China importiert würden, stelle die vorsätzliche Täuschung nicht nur einen Gesetzesverstoß dar, sondern auch eine Bedrohung der nationalen Sicherheit.

TP-Link Systems ist ein in Kalifornien ansässiger Router-Hersteller, der ursprünglich aus einem chinesischen Unternehmen ausgegliedert wurde. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Anbietern von Netzwerkgeräten für Privathaushalte und kleine Unternehmen in den USA.

Unternehmen weist Vorwürfe zurück

TP-Link reagierte umgehend auf die Klage und kündigte an, seinen Ruf "entschieden zu verteidigen". Das Unternehmen betonte, dass die chinesische Regierung keinerlei Eigentumsanteile oder Kontrolle über das Unternehmen, seine Produkte oder Nutzerdaten besitze. Die Behauptungen von Texas seien "unbegründet und werden sich als falsch erweisen".

Nach Angaben des Unternehmens befinden sich alle Kernaktivitäten und die Infrastruktur innerhalb der Vereinigten Staaten. Die Daten der US-Nutzer würden auf Servern von Amazon Web Services gespeichert. Die chinesische Botschaft in Washington äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Teil einer größeren Offensive

Die Klage ist laut Generalstaatsanwalt Paxton eine von mehreren Maßnahmen gegen Unternehmen mit Verbindungen zu China. Sie folgt auf eine im Oktober 2024 eingeleitete Untersuchung. Bereits im vergangenen Monat hatte Texas seinen Mitarbeitern die Nutzung von TP-Link-Geräten untersagt.

Die rechtlichen Schritte erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Trump-Administration ein geplantes landesweites Verkaufsverbot für TP-Link-Produkte vorerst ausgesetzt hat, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Die Hintergründe dieser Entscheidung sind bislang nicht bekannt.

Generalstaatsanwalt Paxton, der im vergangenen April seine Kandidatur für den US-Senat angekündigt hatte, positioniert sich mit dieser Klage in der China-Politik. Er strebt die Nachfolge von Senator John Cornyn an, einem texanischen Republikaner, der für seine strikte Haltung gegenüber China bekannt ist. Die Klage könnte damit auch politische Signalwirkung für den anstehenden Wahlkampf haben.

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