ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Thyssen-Krupp optimistisch zur Stahlzukunft mit oder ohne Kretinsky

Investitionspläne, alternative Optionen und Verkauf von Beteiligungen stehen im Fokus

Thyssen-Krupp optimistisch zur Stahlzukunft mit oder ohne Kretinsky

Thyssen-Krupp bleibt trotz intensiver Verhandlungen mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky vorsichtig optimistisch hinsichtlich der Zukunft des kriselnden Stahlgeschäfts. Laut Finanzchef Jens Schulte plant der deutsche Industriekonzern, auch ohne eine Einigung mit Kretinsky seine Strategie fortzusetzen. Ein neuer Businessplan für den Stahlbereich soll bis Frühjahr 2025 erstellt werden und als Grundlage für die Gespräche mit Kretinskys Energie-Holding EPCG dienen. Diese könnte ihren Anteil an Thyssen-Krupp Steel Europe von 20 auf 50 Prozent aufstocken. Eine mögliche Vereinbarung zwischen dem Stahlvorstand, Kretinsky und den Arbeitnehmervertretungen könnte dabei eine faire und nachhaltige Eigentumsstruktur sicherstellen.

Trotz der möglichen Investition durch EPCG bleibt die Eigenständigkeit des Stahlgeschäfts für Thyssen-Krupp eine Option. Schulte betonte, dass bei einem möglichen Rückzug Kretinskys auch Gespräche mit anderen Industriepartnern und Stahlunternehmen wiederaufgenommen werden könnten. Ein Börsengang sei momentan jedoch unrealistisch, weshalb andere Wege zur Optimierung der Stahlsparte in Betracht gezogen werden. Die Unternehmensleitung prüft derzeit, inwieweit sich der Stahlbereich effizienter aufstellen und ob bestimmte Bereiche ausgelagert werden können, um die Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Seit Jahren ist Thyssen-Krupp auf der Suche nach einer langfristigen Lösung für sein stark konjunkturanfälliges Stahlgeschäft, das besonders unter hohen Energiekosten, sinkenden Stahlpreisen und der schwachen Nachfrage der Automobilindustrie und des Maschinenbaus leidet. Versuche, strategische Allianzen zu schmieden, wie etwa ein Joint Venture mit Tata Steel Europe oder eine Übernahme durch Liberty Steel, scheiterten in der Vergangenheit. Auch Pläne für eine nationale Deutsche Stahl AG, in der Thyssen-Krupp gemeinsam mit Salzgitter tätig werden würde, scheiterten an fehlender Zustimmung der Niedersachsen.

Vorstandschef Miguel Lopez verfolgt derzeit die Option eines 50:50-Joint-Ventures mit Kretinskys EPCG. Der tschechische Investor bringe sich laut Schulte aktiv in alle Diskussionen ein und zeige sowohl ein gutes Verständnis für die Stahlbranche als auch klare Vorstellungen für deren Weiterentwicklung. Schulte lobte zudem die große Energiekapazität von EPCG, einem der größten Energiehändler Europas, als Vorteil für die Kooperation.

Darüber hinaus strebt Thyssen-Krupp den Verkauf der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) an, an denen der Konzern mit 50 Prozent beteiligt ist. Das Unternehmen beschäftigt etwa 3000 Mitarbeiter, und die Hamburger Beteiligungsgesellschaft CE Capital Partners soll Interesse an einem Kauf haben. Um die wirtschaftliche Stabilität von HKM nach einem möglichen Verkauf zu gewährleisten, hat Thyssen-Krupp ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die langfristigen Perspektiven des Unternehmens besser einschätzen zu können.

ThyssenkruppInvestitionenFinanzenIndustrieStahl

Disclaimer