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TKMS lockt Anleger mit schnellen Dividenden

Rüstungsboom, Rekordaufträge und Börsengang sollen Wachstum und Eigenständigkeit sichern

TKMS lockt Anleger mit schnellen Dividenden

Mit dem Versprechen schneller Dividendenzahlungen will die Thyssenkrupp-Marinesparte TKMS Anleger für den geplanten Börsengang gewinnen. Bereits für das Geschäftsjahr 2025/26, das im Oktober beginnt, sollen Anteilseigner an den Gewinnen beteiligt werden. Das Management kündigte an, zwischen 30 und 50 Prozent des Nettokonzerngewinns auszuschütten. Die Ankündigung erfolgte auf dem Kapitalmarkttag des U-Boot- und Kriegsschiffbauers.

Thyssenkrupp plant, nach dem für Oktober vorgesehenen Börsengang weiterhin die Mehrheit an TKMS zu halten und 51 Prozent der Anteile zu behalten. Das Unternehmen strebt eine deutliche Steigerung der Profitabilität an. Mittelfristig soll die Ebit-Marge mehr als sieben Prozent erreichen, nachdem sie im Geschäftsjahr 2023/24 bei 4,3 Prozent lag. Zudem kalkuliert TKMS mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von rund zehn Prozent.

Vorstandschef Oliver Burkhard stellte den Börsengang als strategischen Schritt dar, um die Eigenständigkeit des Unternehmens zu stärken. Durch den Gang an die Börse solle TKMS mehr finanzielle Spielräume erhalten sowie agiler und flexibler agieren können. Burkhard betonte die starke Position des Unternehmens auf dem internationalen Markt. TKMS zählt zu den führenden Herstellern konventioneller U-Boote und ist auch im Bereich militärischer Überwasserschiffe gut aufgestellt.

In den vergangenen Jahren hat TKMS verstärkt in seine Standorte investiert. In Wismar plant der Konzern Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 8000 Mitarbeiter an den Standorten Kiel, Wismar und im brasilianischen Itajai. Der weltweite Rüstungsboom hat die Nachfrage nach Kriegsschiffen und U-Booten stark steigen lassen. Ende Juni verzeichnete TKMS einen Auftragsbestand von 18,6 Milliarden Euro – ein Rekordwert.

Aus der Unternehmenspräsentation zum Kapitalmarkttag geht hervor, dass TKMS mit einer deutlichen Ausweitung seines potenziellen Marktes rechnet. Das adressierbare Marktvolumen soll sich von 31 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 61 Milliarden Euro bis 2033 verdoppeln. Diese Perspektive gilt als zentrales Argument für den geplanten Börsengang.

Die Abspaltung von TKMS vom Mutterkonzern wurde bereits Anfang August von den Aktionären gebilligt. Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez betonte, dass der Konzern auch langfristig die Mehrheit an TKMS halten wolle. Einen möglichen Einstieg des Bundes schloss er jedoch nicht aus. Die IG Metall hatte sich wiederholt für eine staatliche Beteiligung ausgesprochen, um dem Unternehmen eine vergleichbare Ausgangslage wie bei europäischen Konkurrenten mit staatlichem Einfluss zu verschaffen.

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