TotalEnergies erzielt trotz sinkender Ölpreise stabilen Gewinn
Höhere Raffineriemargen und Produktion gleichen schwächere Energiepreise im dritten Quartal aus

Der französische Energiekonzern TotalEnergies hat im dritten Quartal einen leichten Rückgang seines bereinigten Nettogewinns verzeichnet. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sank das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent auf 4,0 Milliarden US-Dollar. Damit entsprach der Konzern den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld ähnliche Zahlen prognostiziert hatten.
Der Rückgang der Ölpreise im Zeitraum von Juli bis September um rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr belastete die Ertragslage. Gleichzeitig konnten höhere Produktionsmengen im Upstream-Bereich sowie verbesserte Raffineriemargen einen stärkeren Gewinneinbruch verhindern. Die Margen für die Verarbeitung von Kraftstoffen in Europa stiegen um mehr als 300 Prozent, nachdem das Einfuhrverbot der EU für Produkte aus russischem Öl das Angebot verknappte. Dies fiel in eine Phase erhöhter Nachfrage nach Diesel während der Ferienreisesaison, was sich positiv auf die Raffinerieergebnisse auswirkte.
Das Geschäft im Downstream-Segment brachte dadurch 462 Millionen US-Dollar mehr ein als im Vorjahresquartal. Dem gegenüber stand ein Rückgang der Erträge im Bereich verflüssigtes Erdgas, der auf wartungsbedingte Ausfälle zurückzuführen war.
TotalEnergies steht derzeit unter zunehmendem Druck von Investoren, seine Verschuldung zu reduzieren. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr Vermögenswerte im Wert von mehr als 3 Milliarden US-Dollar erworben, während sich die Aussichten für die Ölpreise bis 2026 weiter eintrüben. Als Reaktion kündigte der Konzern ein Kostensenkungsprogramm an und reduzierte ab dem vierten Quartal den Umfang seiner Aktienrückkäufe. Einige geplante Verkäufe von Vermögenswerten, die zusätzliche Liquidität bringen sollten, konnten jedoch nicht abgeschlossen werden.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Nettoverschuldung in Relation zum Eigenkapital (Gearing) sank im dritten Quartal leicht auf 17,3 Prozent, nachdem sie im zweiten Quartal noch bei 17,9 Prozent gelegen hatte. Damit bestätigte TotalEnergies seine vorsichtige Finanzstrategie in einem von volatilen Energiepreisen geprägten Marktumfeld.


