Toyota-Absatz sinkt im Mai zum vierten Mal in Folge
Rückgänge in China, dem Nahen Osten und den USA belasten den japanischen Automobilriesen mit einem weltweiten Minus von 7,2 Prozent.

Toyota Motor hat im Mai erneut einen weltweiten Absatzrückgang verzeichnet. Der japanische Automobilhersteller meldete am Montag, dass die globalen Fahrzeugverkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 834.279 Fahrzeuge gesunken sind. Es ist bereits der vierte Monat in Folge, in dem der Konzern einen Rückgang hinnehmen musste.
Besonders stark belastet wurde das Ergebnis durch schwache Auslandsmärkte. Die Verkäufe im Ausland brachen um 9,6 Prozent ein, während der Heimatmarkt Japan als einzige positive Ausnahme hervorstach. Dort stiegen die Verkäufe um 11,1 Prozent, getragen von einer starken Nachfrage nach Modellen wie dem RAV4 und dem Elektrofahrzeug bZ4X.
Einbruch in China und Nahem Osten
Die größten Problemregionen für Toyota sind derzeit China und der Nahe Osten. Im chinesischen Markt, der für viele Automobilhersteller weltweit von zentraler Bedeutung ist, brachen die Verkäufe um dramatische 31,7 Prozent ein. Als Ursache werden schwierige Marktbedingungen genannt, die teilweise auf steigende Benzinpreise zurückzuführen sind. Noch stärker fiel der Rückgang im Nahen Osten aus: Dort sank der Absatz um 38,6 Prozent.
In den USA, dem wichtigsten Einzelmarkt von Toyota außerhalb Japans, fiel der Rückgang vergleichsweise moderat aus. Mit einem Minus von lediglich 0,6 Prozent hielt sich der Konzern dort deutlich besser als in den anderen betroffenen Regionen. Dennoch trägt auch dieser leichte Rückgang zum negativen Gesamtbild bei.
Produktion ebenfalls unter Druck
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Zur AktienanalyseNicht nur der Absatz, auch die weltweite Produktion von Toyota stand im Mai unter Druck. Die globale Fertigung sank im Jahresvergleich um 5,5 Prozent. In den USA ging die Produktion um 3,8 Prozent zurück, während Asien mit einem Minus von 13,3 Prozent besonders stark betroffen war. Lediglich in Japan konnte ein Produktionszuwachs erzielt werden, der die Rückgänge in anderen Regionen jedoch nicht vollständig ausgleichen konnte.
Die veröffentlichten Absatz- und Produktionszahlen umfassen neben der Kernmarke Toyota auch die Premiummarke Lexus, die ebenfalls zum Konzernverbund gehört. Toyota zählt zu den größten Automobilherstellern der Welt und gilt als Maßstab für die globale Automobilbranche. Die anhaltenden Rückgänge über vier Monate hinweg verdeutlichen, dass der Konzern derzeit mit einem schwierigen internationalen Umfeld konfrontiert ist – insbesondere in den Wachstumsmärkten Asiens und des Nahen Ostens.


