Trade Republic setzt auf Brad Pitt und wächst rasant
Der Neobroker wirbt mit dem Hollywoodstar – und lockt monatlich 300.000 neue Kunden an.

Ein Hollywoodstar, ein dunkler Raum und kein einziges gesprochenes Wort – so sieht die neueste Werbekampagne von Trade Republic aus. Brad Pitt betritt in schwarzer Lederjacke und schwarzem T-Shirt die Szenerie, setzt sich an einen Tisch, räuspert sich, zuppelt an seiner Kleidung und schweigt. Konsequent.
Denn die eigentliche Botschaft übernimmt eine Stimme im Off. Sie bewirbt den Neobroker Trade Republic, nennt die zwei Prozent Zinsen, das kostenlose Konto und den Ein-Euro-Trade. Die abschließende Frage – „Und was bietet Deine Bank?" – trifft den Nerv vieler Verbraucher.
Starke Botschaft, starke Zahlen
Das Konzept geht offenbar auf. Trade Republic verzeichnet nach eigenen Angaben rund 300.000 neue Kunden pro Monat – eine beeindruckende Wachstumsrate, die den Neobroker zu einem der am schnellsten wachsenden Finanzdienstleister Europas macht. Die Kombination aus einfacher Bedienbarkeit, niedrigen Kosten und attraktiven Konditionen spricht vor allem jüngere Anleger an, die klassischen Filialbanken zunehmend den Rücken kehren.
Der Werbeauftritt mit Brad Pitt ist dabei mehr als ein PR-Gag. Er steht symbolisch für den Anspruch von Trade Republic: Geldanlage soll so selbstverständlich und zugänglich sein, dass selbst ein Weltstar nichts erklären muss. Die Produkte sprechen für sich – zumindest lautet so die Botschaft der Kampagne.
Neobroker unter Druck der Erwartungen
Für Privatanleger, die Trade Republic bereits nutzen oder einen Einstieg erwägen, sind die Wachstumszahlen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits signalisiert starkes Kundenwachstum Vertrauen in die Plattform. Andererseits stellt sich die Frage, ob Infrastruktur und Kundenservice mit dem rasanten Tempo Schritt halten können.
Die Kernprodukte, mit denen Trade Republic wirbt, bleiben klar:
Zinsen:
Zwei Prozent auf das Verrechnungskonto
Handelskosten:
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Zur AktienanalyseEin Euro pro Trade
Kontoführung:
Kostenlos
Diese Konditionen setzen traditionelle Banken unter Druck und haben die Diskussion über faire Bankgebühren in Deutschland neu entfacht. Ob Brad Pitt dabei wirklich das entscheidende Argument liefert oder die Zahlen für sich sprechen – das dürfen Anleger selbst entscheiden.


