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Trendwende im DAX? Börsenbarometer mit positivem Start

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Trendwende im DAX? Börsenbarometer mit positivem Start

Nach guten Vorgaben der Börsen in Übersee dürfte es im DAX heute zunächst bergauf gehen. Der deutsche Leitindex hatte zuletzt jedoch Schwierigkeiten, seine Kursrally mit einem neuen Jahreshoch zu krönen. Laut Marktbeobachtern könnte dies nun zu einer Trendwende führen, da sich ein Doppelhoch bei 15.659 Zählern im kurzfristigen DAX-Chart abzeichnet. Doppelhochs gelten als Umkehrsignale und Vorboten einer Trendwende. Allerdings könnte ein Durchbrechen dieses Widerstands den Weg zum Jahreshoch von 15.706 Punkten ebnen und sogar einen weiteren Anstieg Richtung Allzeithoch bei 16.290 Punkten ermöglichen.

Der Ölpreis steht nach wie vor im Fokus der Anleger. Saudi-Arabien und andere Mitglieder des Ölverbunds Opec+ hatten am Sonntag die Märkte mit der Ankündigung überrascht, die Ölproduktion zu drosseln. Dies trieb die Ölpreise in der Spitze um rund acht Prozent nach oben. Die gestiegenen Ölpreise hatten jedoch an den Märkten auch Sorgen vor einer anhaltend hohen Inflation erneut angefacht. Laut Marktbeobachtern könnte dies die Notenbanken zu weiteren Zinserhöhungen animieren, was wiederum das Börsenparkett belasten könnte.

Die Reaktionen auf die gestiegenen Ölpreise fielen an der Wall Street unterschiedlich aus. Während Technologiewerte zum Wochenauftakt belastet waren und der Nasdaq-Index um 0,3 Prozent auf 12.189 Punkte ins Minus gedrückt wurde, profitierten Ölkonzerne wie Chevron von dem Preissprung und ließen den Dow-Jones-Index der Standardwerte um rund ein Prozent auf 33.601 Punkte steigen. Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,4 Prozent auf 4124 Punkte zu. Auch an den asiatischen Aktienmärkten führten am Morgen Energie-Aktien die Gewinnerlisten an.

Unter den Einzelaktien im DAX machten am Morgen die Autokonzerne auf sich aufmerksam. Volkswagen konnte dank des Autoaufschwungs in den USA im Auftaktquartal 4,4 Prozent mehr Fahrzeuge absetzen als im Vorjahr. Der zum VW-Konzern gehörende Oberklassehersteller Audi steigerte den Absatz sogar um 49 Prozent. Auch Audis Rivale BMW erhöhte den Absatz in den USA kräftig um 11,9 Prozent. Die Aktie der Deutschen Bank könnte ebenfalls einen Blick wert sein, da die jüngste Welle der Technik-Umstellung bei der Tochter Postbank zu zahlreichen Beschwerden über Fehlermeldungen und Probleme bei der Anmeldung im Online-Banking geführt hat.

Des Weiteren wurde bekannt, dass Tesla wegen nicht unterbundener rassistischer Belästigungen in seinem Werk in Kalifornien von einem US-Gericht zur Zahlung von 3,2 Millionen Dollar an einen ehemaligen Mitarbeiter verurteilt wurde. Die Geschworenen sprachen dem Afroamerikaner Owen Diaz, der als Fahrstuhlführer arbeitete, den Schadenersatz wegen seelischer Grausamkeit zu. Tesla-Chef Elon Musk erklärte, dass Diaz keine Entschädigung erhalten hätte, wenn der Richter bei der Wiederaufnahme des Verfahrens neue Beweise des Unternehmens zugelassen hätte.

In anderen Branchen gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Twitter-Nutzer fanden am Montag in ihren Profilen statt des gewohnten Logos mit dem blauen Vogel plötzlich einen Hundekopf vor. Der Online-Dienst wechselte ohne jegliche Erklärung zum Bild, das für die umstrittene Digitalwährung Dogecoin steht. Twitter-Besitzer Elon Musk hatte Dogecoin über die Jahre oft erwähnt und muss sich deswegen gerade gegen eine Investorenklage wehren. Der Dogecoin-Kurs sprang nach dem Logo-Wechsel zeitweise um rund ein Fünftel hoch.

Des Weiteren gehen Kartellwächter des US-Justizministeriums gegen den Branchenriesen Activision Blizzard vor. Der Vorwurf lautet, dass in zwei seiner E-Sports-Ligen ("Overwatch" und "Call of Duty") die Einkommen der Spieler unrechtmäßig eingeschränkt wurden. Das Ministerium veröffentlichte gestern eine Klageschrift und eine vorgeschlagene Einigung mit Zugeständnissen des Konzerns, die noch vom Gericht abgesegnet werden müssen.

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