Trotz Rückschlägen: Sartorius hofft
Nachfragerückgang in Gesundheitsbranche beeinflusst Unternehmensprognosen

Der in Göttingen ansässige Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat trotz wirtschaftlicher Herausforderungen große Hoffnungen für das Jahr 2024. Trotz eines erheblichen Gewinneinbruchs in den ersten drei Quartalen dieses Jahres und einer erheblichen Senkung der Jahresziele bleibt das Unternehmen für das nächste Jahr optimistisch. Der Vorstand zeigt sich selbstbewusst und rechnet mit einem profitablen Wachstum.
Der CEO von Sartorius, Joachim Kreuzburg, betonte, dass die langfristige Perspektive des Unternehmens äußerst positiv bleibt. Der Markt für Biopharma dürfte in den kommenden Jahren eine durchschnittliche Wachstumsrate von etwa zehn Prozent verzeichnen. Das Unternehmen sieht sich gut positioniert, um von diesem Wachstum zu profitieren. Details zur Prognose für 2024 werden im Januar mit der Veröffentlichung der Jahresbilanz erwartet. Parallel dazu plant Sartorius, neue mittelfristige Ziele festzulegen.
An den Finanzmärkten wurde die positive Stimmung um Sartorius bemerkt. Die Aktien des Unternehmens legten beeindruckend zu und stiegen um bis zu 9,2 Prozent auf 277,60 Euro pro Aktie. Dies machte sie zum Spitzenreiter im deutschen Leitindex DAX. Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Aktien seit der letzten Prognosesenkung um über 18 Prozent gefallen waren.
Jedoch ist nicht alles rosig. Das Unternehmen kämpft mit einer schwächeren Nachfrage, insbesondere aus den Schlüsselmärkten China und USA. Kunden aus diesen Regionen zögern weiterhin mit Käufen, was Kreuzburg zufolge eine nicht erwartete Entwicklung ist. Er betonte, dass der chinesische Markt derzeit besonders gedämpft und schwach ist, wie es das Unternehmen bisher nicht erlebt hat.
In der Vergangenheit konnte Sartorius stark von der hohen Nachfrage nach seinen Produkten profitieren. Diese wurden in der Produktion von COVID-19-Impfstoffen und Medikamenten verwendet, wodurch das Unternehmen beeindruckende Wachstumsraten von über 30 Prozent erzielte. Dieser Trend hat jedoch nachgelassen, wie bereits zu Beginn des Jahres von Kreuzburg angedeutet wurde.
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Zur AktienanalyseFinanziell gesehen hat Sartorius in den ersten neun Monaten des Jahres Rückschläge erlitten. Der Nettogewinn sank um über 45 Prozent auf 274 Millionen Euro. Der Umsatz reduzierte sich währungsbereinigt um mehr als 16 Prozent und belief sich auf 2,5 Milliarden Euro. Trotz dieser Zahlen bleibt Sartorius hoffnungsvoll und erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von etwa 17 Prozent und eine EBITDA-Marge von etwas mehr als 28 Prozent.

