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Trump Accounts: Was Forscher über Bildungssparkonten für Kinder wissen

Bevor die „Trump Accounts" starten, liefert das US-Programm SEED OK wertvolle Erkenntnisse über Bildungssparkonten für Kinder.

Trump Accounts: Was Forscher über Bildungssparkonten für Kinder wissen

Die USA stehen kurz vor dem Start der sogenannten „Trump Accounts" – steuerbegünstigte Anlagekonten für Kinder, die ab dem 4. Juli 2025 offiziell eröffnet werden können. Doch bevor dieses neue Instrument eingeführt wird, lohnt ein Blick auf ein älteres Experiment, das bereits wertvolle Daten geliefert hat: das Programm SEED OK aus Oklahoma.

Im Jahr 2007 wurden Tausende Familien in Oklahoma nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um an einer bundesweiten Initiative für Bildungssparen teilzunehmen. Das Programm trägt den vollständigen Namen „Saving for Education, Entrepreneurship, and Downpayment for Oklahoma Kids" und gilt als eines der umfassendsten Experimente mit sogenannten Kinderentwicklungskonten (Child Development Accounts, CDAs). Etwa die Hälfte der Neugeborenen erhielt einen Zuschuss von 1.000 US-Dollar, der auf ein 529-Bildungssparkonto eingezahlt wurde. Die andere Hälfte erhielt weder ein Konto noch eine Ersteinzahlung.

Was die Forschung zeigt

Eine Analyse des Experiments aus dem Jahr 2021 durch das Center for Social Development an der Washington University in St. Louis ergab bemerkenswerte Ergebnisse. Kinder mit Bildungssparkonten waren engagierter in ihrer Ausbildung, und sowohl Kinder als auch ihre Eltern hatten höhere Bildungserwartungen. Besonders deutlich profitierten Kinder aus einkommensschwachen Familien: Das Konto erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass finanziell schwächere Haushalte gezielt für künftige College-Ausgaben sparten.

Inzwischen schließt ein Großteil der ursprünglichen Kohorte die High School ab. Normalerweise schreiben sich etwa 40 Prozent der Schüler in Oklahoma direkt nach der High School am College ein. Bei den Teilnehmern des SEED-OK-Experiments wird dieser Anteil auf schätzungsweise 64 Prozent geschätzt – ein erheblicher Unterschied, der die Wirksamkeit solcher Programme unterstreicht.

Eine persönliche Geschichte: Monica und Hayden

Monica Rachelle und ihr Sohn Hayden wurden für das Programm ausgewählt und erhielten das Startkapital. „Wir haben es im Krankenhaus erfahren", kurz nach der Geburt, sagte sie. Rachelle gab an, dass sie zu diesem Zeitpunkt weder etwas über das Programm wusste, noch konkrete Bildungsziele für ihr Neugeborenes vor Augen hatte.

In den folgenden Jahren diente das Konto als ständige Erinnerung daran, dass ein College-Besuch für ihren Sohn möglich sei. Rachelle ist alleinerziehende Mutter und arbeitet im Gesundheitswesen. „Es ist ein toller Job, aber ich verdiene kein Arztgehalt", sagte sie. Sie übernahm zusätzliche Schichten und begann zu sparen: „Es war eine Tür, die sich öffnete." Hayden wurde schließlich an mehreren vierjährigen Colleges angenommen, darunter an der University of Colorado Boulder.

Dennoch zeigt das Beispiel auch die Grenzen solcher Programme: Haydens Ersparnisse aus der Ersteinzahlung und Rachelles eigenen Beiträgen reichten nicht aus, um die Studienkosten vollständig zu decken. Allein die Studiengebühren für Studierende von außerhalb des Bundesstaates an der University of Colorado Boulder belaufen sich für das kommende akademische Jahr auf rund 46.000 US-Dollar.

Ähnliche Programme in anderen Bundesstaaten

Oklahoma ist nicht das einzige Beispiel. Maine führte vor über einem Jahrzehnt ein ähnliches Programm ein: Alle in Maine geborenen Babys ab dem 1. Januar 2013 erhielten automatisch einen Zuschuss der Alfond Scholarship Foundation in Höhe von 500 US-Dollar in einen 529-Plan. Mit diesem Zuschuss gaben Familien laut dem National College Attainment Network doppelt so häufig an, dass sie erwarten, ihr Kind werde das College besuchen. Auch Pennsylvania und Kalifornien haben mit ähnlichen Initiativen für frühzeitige Investitionen experimentiert.

Die Trump Accounts als Nachfolger

Diese Programme ebneten in vielerlei Hinsicht den Weg für die „Trump Accounts". Alle Eltern oder Erziehungsberechtigten von Babys, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden und ein solches Konto – auch bekannt als 530A-Konto – eröffnen, erhalten eine Ersteinzahlung von 1.000 US-Dollar vom US-Finanzministerium. Nach dem offiziellen Start am 4. Juli können Eltern, Erziehungsberechtigte, Großeltern und andere bis zu 5.000 US-Dollar pro Jahr aus versteuertem Einkommen einzahlen, und zwar bis zum Jahr vor dem 18. Geburtstag des Begünstigten.

Die Website TrumpAccounts.gov prognostiziert, dass die Konten bis zum Alter von 18 Jahren auf rund 6.000 US-Dollar anwachsen könnten – unter der Annahme, dass außer der ursprünglichen Einzahlung keine weiteren Beiträge geleistet werden. Für sich genommen würde dies jedoch nicht ausreichen, um künftige College-Kosten nennenswert zu senken. Zusätzlich haben Dell und seine Frau Susan 6,25 Milliarden US-Dollar zugesagt, um eine zusätzliche Startgutschrift von 250 US-Dollar für Kinder bereitzustellen, die zwischen 2016 und 2024 geboren wurden und somit keinen Anspruch auf den Beitrag des Finanzministeriums hätten.

Befürworter der Initiative betonen, dass ein spezielles Bildungssparkonto vor allem „die Perspektiven der Eltern für ihre Kinder" verändere – und dass die Erfahrungen aus SEED OK und ähnlichen Programmen zeigen, dass dieser psychologische Effekt ebenso bedeutsam sein kann wie der finanzielle.

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