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Trump-Ära-Muster signalisiert weiteren S&P-500-Anstieg bis Jahresende

Markt-Veteran Jeffery Hirsch sieht im saisonalen Kursmuster der Trump-Präsidentschaft ein starkes Signal für weitere Kursgewinne.

Trump-Ära-Muster signalisiert weiteren S&P-500-Anstieg bis Jahresende

Der S&P 500 hat seine kriegsbedingten Verluste vollständig wettgemacht und notiert wieder auf Rekordhoch. Markt-Stratege Jeffery Hirsch, langjähriger Herausgeber des renommierten Stock Trader's Almanac, sieht darin mehr als eine kurzfristige Erholung – er erkennt ein bekanntes Muster aus den Trump-Jahren.

Hirsch weist auf einen saisonalen Zyklus hin, der sich während Trumps Präsidentschaft wiederholt gezeigt hat. „Ein Muster sticht hervor: Während der Jahre der Trump-Präsidentschaft neigte der S&P 500 dazu, Ende März bis Anfang April ein Frühjahrstief auszubilden, bevor er bis zum Jahresende deutliche Kursgewinne verzeichnete", erklärt der Stratege. Dieses Muster scheint sich auch 2026 zu wiederholen.

Ende März markierte der S&P 500 sein Tief auf Schlusskursbasis. Ein zweiwöchiges Waffenstillstandsabkommen löste anschließend eine schnelle Erleichterungsrally aus, die den Index zurück auf Rekordhöhen trieb – obwohl Friedensgespräche noch nicht wieder aufgenommen wurden und die Ölpreise weiterhin auf hohem Niveau verharren.

Märkte bilden Boden in Zeiten der Unsicherheit

Trotz der beeindruckenden Erholung bleiben die geopolitischen Risiken hoch. Gescheiterte persönliche Gespräche und ein unklarer Weg zu einem dauerhaften Friedensabkommen veranlassen einige Analysten an der Wall Street, vor weiteren Kursrückschlägen zu warnen. Hirsch sieht das saisonale Muster jedoch als stabilisierendes Signal.

„Märkte warten nicht auf Klarheit – sie bilden in Zeiten der Unsicherheit einen Boden", schrieb Hirsch. Er betont, dass die Rahmenbedingungen für eine kurzfristige Erholung günstig seien: Die Stimmung habe sich neutralisiert, die Positionierung sei geringer und die Volatilität bleibe erhöht. „Der S&P 500 hat alle seine Verluste aus dem Iran-Krieg wettgemacht. Da sich die Stimmung neutralisiert hat, die Positionierung geringer ist und die Volatilität erhöht bleibt, sind die Rahmenbedingungen für eine kurzfristige Erholung gegeben."

Der Stratege merkt zudem an, dass der Konflikt im Nahen Osten die typische Marktschwäche, die in Zwischenwahljahren zu beobachten ist, möglicherweise vorgezogen habe. Dies könnte für Anleger eine besondere Chance darstellen, da die saisonal schwache Phase damit bereits hinter dem Markt liegen würde.

Solide Fundamentaldaten stützen die Rallye

Hirsch stützt seinen Optimismus nicht allein auf das saisonale Muster, sondern auch auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Geopolitische Risiken und die Energiemärkte bleiben wichtige Variablen, aber der Markt hat diese Schocks besser verkraftet, als viele erwartet hatten", so Hirsch. Er verweist auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum, einen soliden Arbeitsmarkt und eine neutrale Haltung der US-Notenbank Fed als stützende Faktoren.

Für deutsche Anleger, die in US-Aktien oder entsprechende ETFs investiert sind, ist das Muster besonders relevant. Der S&P 500 ist der wichtigste Leitindex der Welt und beeinflusst maßgeblich die Stimmung an den globalen Aktienmärkten – einschließlich DAX und Euro Stoxx 50.

„Wenn die Diplomatie weitere Fortschritte macht, sieht das Setup für Aktien bis zum Jahresende zunehmend konstruktiv aus", fasst Hirsch seine Einschätzung zusammen. Der TACO-Trade sei dabei nicht das einzige Handelsmuster aus der Trump-Ära, das Anleger im Blick behalten sollten – das saisonale Frühjahrstief-Muster verdiene mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit.

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