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Trump beschimpfte Netanjahu wegen israelischer Angriffe im Libanon

US-Präsident Trump bestätigte harte Worte gegenüber Israels Premier – um Kämpfe zu stoppen und Iranverhandlungen zu retten.

Trump beschimpfte Netanjahu wegen israelischer Angriffe im Libanon

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Kraftausdrücke verwendete. Ziel war es, die israelischen Militäroperationen im Libanon zu stoppen und laufende Friedensverhandlungen mit dem Iran nicht zu gefährden. Das Gespräch fand am Montag statt.

In einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Podcast „Pod Force One" räumte Trump offen ein, gegenüber Netanjahu eine ungewöhnlich harte Sprache gewählt zu haben. „Ich war ein wenig beunruhigt darüber, dass er ständig gegen den Libanon kämpft", sagte Trump. „Irgendwann sagte ich: ‚Bibi, wir müssen damit aufhören.'"

Das Telefonat fand zu einem kritischen Zeitpunkt statt: Der Iran hatte zuvor gedroht, die Gespräche mit den USA auszusetzen und die Beschränkungen für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu verschärfen. Auslöser waren israelische Drohungen, die libanesische Hauptstadt Beirut zu bombardieren.

Trumps Rolle im Nahostkonflikt

Trump wies in dem Interview Spekulationen zurück, Netanjahu habe ihn zu einem Angriff auf den Iran „verleitet". Er betonte stattdessen seine eigene Initiative: „Ich bin derjenige, der damit angefangen hat. Ich habe damit angefangen, weil sie keine Atomwaffe haben dürfen. Ohne mich gäbe es Israel heute nicht mehr."

Trotz der scharfen Worte betonte Trump, er „möge Bibi sehr" – ein Hinweis darauf, dass die Auseinandersetzung die grundsätzlich enge Beziehung zwischen den beiden Staatsmännern nicht nachhaltig belastet hat.

Israel befindet sich seit Längerem im Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon. Die Gruppe feuerte Drohnen auf Städte im Norden Israels ab und zwang Tausende von Zivilisten zur Evakuierung ihrer Häuser – kurz nachdem die USA und Israel Ende Februar mit der Bombardierung des Irans begonnen hatten. Die USA stufen die Hisbollah als Terrororganisation ein.

Waffenstillstand zwischen Israel und Hisbollah

Trump gab an, am Montag auch direkt mit Vertretern der Hisbollah gesprochen zu haben. Er erklärte, dass sowohl die Gruppe als auch Israel vereinbart hätten, das Feuer aufeinander einzustellen, und dass die israelischen Streitkräfte von Angriffen auf Beirut abgesehen hätten.

Die Lage vor Ort bleibt jedoch angespannt. Die Kämpfe im Südlibanon dauern seit dem Gespräch zwischen Netanjahu und Trump an. Allerdings hat Israel Angriffe auf Beirut bislang vermieden, und die Drohnenangriffe der Hisbollah auf israelisches Territorium sind nach Angaben Trumps zurückgegangen.

Für Anleger und Märkte ist die Entwicklung im Nahen Osten von erheblicher Bedeutung. Insbesondere die Lage rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel – wird von Energiemärkten und Investoren weltweit aufmerksam beobachtet. Jede Eskalation oder Entspannung in der Region hat direkte Auswirkungen auf die Rohstoffpreise und die geopolitische Risikowahrnehmung an den Finanzmärkten.

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