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Trump droht Iran, Berkshire kauft Delta, Meta entlässt Mitarbeiter

Fünf wichtige Marktthemen zum Wochenstart: Geopolitische Spannungen, Berkshires Airline-Comeback und ein Stimmrechtsstreit bei Lululemon.

Trump droht Iran, Berkshire kauft Delta, Meta entlässt Mitarbeiter

Die Wall Street startet mit schwächeren Futures in die neue Woche. Geopolitische Spannungen rund um den Iran, eine überraschende Airline-Investition von Berkshire Hathaway und ein eskalierender Aktionärsstreit bei Lululemon dominieren das Marktgeschehen am Montag.

Trumps Iran-Ultimatum erschüttert die Märkte

US-Präsident Donald Trump hat den Iran erneut mit drastischen Konsequenzen bedroht. In einer Botschaft über soziale Medien erklärte Trump, der Iran müsse „sich bewegen", da die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts weiterhin in einer Sackgasse stecken. Ohne Fortschritte aus Teheran warnte er, dass „nichts mehr von ihnen übrig bleiben wird".

Die Reaktion der Märkte folgte prompt: Die Ölpreise stiegen über Nacht sprunghaft an, während Aktien-Futures nachgaben. Händler behalten zudem den Anleihenmarkt im Blick, nachdem die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr geklettert ist – angetrieben von Sorgen über steigende Energiepreise.

Trumps Kommentare haben in seiner aktuellen Amtszeit bereits wiederholt für erhebliche Marktschwankungen gesorgt. Daten des Analysehauses Fundstrat zeigen, dass der Präsident der Haupttreiber für die jeweils fünf besten und fünf schlechtesten Handelstage des S&P 500 seit seinem Amtsantritt war. Trotz des Rückschlags am Freitag konnte der S&P 500 zuletzt seine siebte Gewinnwoche in Folge verbuchen – ein Novum seit 2023.

Berkshire Hathaway kehrt in den Luftfahrtsektor zurück

Eine der größten Überraschungen des Wochenendes kommt von Warren Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway. Das Unternehmen aus Omaha gab eine Beteiligung in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar an Delta Air Lines bekannt. Damit ist Delta per Ende März die 14. größte Position im Berkshire-Portfolio. Die Aktie von Delta notierte vorbörslich mehr als 2 Prozent im Plus.

Bemerkenswert ist dieser Schritt vor allem deshalb, weil Berkshire sich im Jahr 2020 vollständig aus dem Luftfahrtsektor zurückgezogen hatte, als die Covid-19-Pandemie die Reisebranche in die Knie zwang. Die Rückkehr signalisiert ein wiedergewonnenes Vertrauen in die Branche. Aus derselben Pflichtmitteilung geht hervor, dass Berkshire seine Position in Chevron reduziert und seine Beteiligung an Alphabet aufgestockt hat. Zudem wurden Positionen, die von Todd Combs verwaltet wurden, vollständig aufgelöst, nachdem dieser das Unternehmen in Richtung JPMorgan Chase verlassen hatte.

Lululemon im Stimmrechtsstreit mit Gründer Chip Wilson

Beim Sportbekleidungshändler Lululemon spitzt sich ein Konflikt mit dem aktivistischen Gründer Chip Wilson zu. In einem Brief an die Aktionäre, der CNBC exklusiv vorlag, wirft das Unternehmen Wilson „veraltete Perspektiven" und „beunruhigende Interessenkonflikte" vor, die den Sanierungsplan des Unternehmens gefährden würden.

Es handelt sich um die erste große öffentliche Reaktion von Lululemon auf Wilson, seit sich der Proxy-Streit im vergangenen Jahr verschärft hat. Vergleichsgespräche zwischen Wilson und Lululemon sind laut CNBC-Unterlagen in der vergangenen Woche gescheitert. Das Unternehmen forderte die Aktionäre auf, bei der für nächsten Monat angesetzten Jahreshauptversammlung für die Unternehmensführung zu stimmen.

Meta streicht rund 10 Prozent der Belegschaft

Beim Facebook-Mutterkonzern Meta sollen in dieser Woche etwa 10 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden. Die anhaltenden Kürzungen haben laut CNBC-Berichten ein Klima der Unsicherheit unter den Beschäftigten ausgelöst. Das Phänomen ist branchenübergreifend: Laut dem Tracking-Portal Layoffs.fyi gab es in diesem Jahr bisher fast 110.000 Entlassungen bei 137 Technologieunternehmen – womit man sich der Zahl von 125.000 Stellenstreichungen aus dem Jahr 2025 bereits annähert.

Interessant dabei: Die Wall Street belohnt KI-bedingte Personalreduzierungen nicht automatisch. Eine CNBC-Analyse ergab, dass bei einer Gruppe von Unternehmen, die kürzlich Entlassungen aufgrund von Künstlicher Intelligenz angekündigt haben, die Mehrheit der Aktienkurse seit den Kürzungen gefallen ist.

Spirit-Flugzeuge landen in der Wüste Arizonas

Nachdem die US-Fluggesellschaft Spirit Airlines den Betrieb eingestellt hat, stellt sich die Frage: Wo befinden sich die gelben Flugzeuge? Die Antwort liegt buchstäblich in der Wüste. Unternehmen wie die Nomadic Aviation Group wurden damit beauftragt, die Maschinen von Flughäfen im ganzen Land zu Abstellplätzen in der Nähe von Phoenix und Tucson in Arizona zu überführen.

Ungenutzte oder ausgemusterte Flugzeuge werden traditionell in der Wüste gelagert, da das trockene Klima das Risiko von Korrosionsschäden erheblich reduziert. Dieses Vorgehen ist nicht neu: Bereits während der Covid-19-Pandemie brachten Fluggesellschaften Tausende von Maschinen in der Wüste unter, als der Reiseverkehr nahezu zum Erliegen kam.

Wichtige Termine in dieser Woche

Anleger haben in den kommenden Tagen zahlreiche Quartalszahlen im Blick:

  • Dienstag: Home Depot (vor Börsenbeginn)
  • Mittwoch: Target, Lowe's und TJX (vor Börsenbeginn); Nvidia und e.l.f. Beauty (nach Börsenschluss); Protokoll der US-Notenbanksitzung
  • Donnerstag: Walmart (vor Börsenbeginn); Workday (nach Börsenschluss)
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