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Trump drückt Preise für Abnehmmedikamente

Aktien von Novo Nordisk und Eli Lilly brechen nach Ankündigung deutlich ein

Trump drückt Preise für Abnehmmedikamente

Die Aktien der Pharmakonzerne Novo Nordisk und Eli Lilly sind am Freitag deutlich gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, den Preis des beliebten Diabetesmittels Ozempic zu senken. Das Medikament des dänischen Herstellers Novo Nordisk wird in den USA häufig auch außerhalb seiner eigentlichen Zulassung zur Gewichtsreduktion verwendet und steht symbolisch für die stark wachsende Nachfrage nach Abnehmpräparaten. Ozempic enthält den Wirkstoff Semaglutid, der auch in Novos erfolgreichem Adipositas-Medikament Wegovy zum Einsatz kommt.

Seit seinem Amtsantritt im Januar verfolgt Trump das Ziel, die Preisunterschiede zwischen Medikamenten in den USA und anderen wohlhabenden Staaten zu verringern. Grundlage seiner Politik ist die sogenannte „Most Favored Nation“-Regelung, nach der Pharmaunternehmen amerikanischen Patienten keine höheren Preise berechnen dürfen als in vergleichbaren Ländern. Der Präsident sagte bei einem Auftritt im Weißen Haus, die Preise für Ozempic würden künftig „deutlich niedriger“ sein. Auf Nachfrage von Journalisten bestätigte er, dass er sich auf das bekannte „Fettabbau-Medikament“ bezogen habe.

Im Zusammenhang mit einem Abkommen mit dem deutschen Pharmakonzern Merck, das Preisnachlässe für bestimmte Medikamente im Bereich der In-vitro-Fertilisation vorsieht, bekräftigte Trump seine Absicht, ähnliche Vereinbarungen auch mit anderen Herstellern zu treffen. Nach früheren Aussagen will seine Regierung den Preis von Ozempic auf 150 Dollar pro Monat senken – derzeit liegt der Listenpreis bei rund 1.000 Dollar, während Novo das Präparat bei Direktkauf für 499 Dollar anbietet.

An den Finanzmärkten sorgten die Äußerungen für erhebliche Kursverluste. Novo Nordisk fiel auf ein Dreiwochentief von 342,30 dänischen Kronen und lag zuletzt 6,3 Prozent im Minus. Auch die Aktien der Konkurrenten gaben nach: Eli Lilly verlor über drei Prozent, Zealand Pharma fast sieben Prozent, Viking Therapeutics rund zwei Prozent. Investoren reagierten laut Marktbeobachtern mit Sorge auf mögliche Preissenkungen in der gesamten Adipositas-Therapie.

Ein Analyst von Bernstein bezeichnete Trumps Aussage als „Verhandlungstaktik“ und warnte, dies könne einen neuen Maßstab für künftige Preisverhandlungen bei oralen Abnehmpräparaten setzen. Auch UBS-Analysten erklärten, mögliche US-Preissenkungen seien bereits in ihren Prognosen berücksichtigt. Vertreter von Novo Nordisk und Eli Lilly bestätigten, mit der Regierung im Gespräch zu sein, nannten jedoch keine Details zu den laufenden Verhandlungen. Mehmet Oz, Leiter der Behörde für Medicare und Medicaid, erklärte, die Preisgespräche für Medikamente der GLP-1-Klasse, zu denen Ozempic, Wegovy und Lillys Mounjaro gehören, seien noch nicht abgeschlossen.

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