Trump erwägt Verlängerung der Jones-Act-Ausnahme für US-Öllieferungen
US-Präsident Trump prüft eine Verlängerung der Ausnahmeregelung, die ausländischen Frachtschiffen den Transport zwischen US-Häfen erlaubt.

US-Präsident Donald Trump erwägt, die bestehende Ausnahmeregelung für den Jones Act zu verlängern. Dies berichtete das Nachrichtenportal Axios am Dienstag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Die Regelung erlaubt es Frachtschiffen unter ausländischer Flagge, Treibstoff und andere Güter zwischen inländischen Häfen der Vereinigten Staaten zu transportieren.
Trump hatte die Beschränkungen des Jones Act bereits ab dem 17. März für einen Zeitraum von 60 Tagen ausgesetzt. Ziel dieser Maßnahme war es, den durch den Iran-Krieg verursachten Anstieg der Treibstoffpreise zu dämpfen. Durch die Aussetzung sollten mehr Lieferungen von der US-Golfküste zu anderen Küstenmärkten des Landes ermöglicht werden.
Was ist der Jones Act?
Der Jones Act ist ein US-amerikanisches Bundesgesetz aus dem Jahr 1920, das den Warenverkehr zwischen US-amerikanischen Häfen grundsätzlich auf Schiffe unter US-amerikanischer Flagge, mit US-amerikanischer Besatzung und US-amerikanischem Eigentümer beschränkt. Das Gesetz dient dem Schutz der heimischen Schifffahrtsindustrie, wird jedoch in Krisenzeiten regelmäßig als Hemmnis für eine flexible Versorgung kritisiert.
Eine Verlängerung der Ausnahmeregelung würde bedeuten, dass ausländische Schiffe weiterhin zur Versorgung der US-Küstenmärkte beitragen könnten. Dies ist besonders relevant, da die Treibstoffpreise in den USA infolge der geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Konflikt unter Druck geraten sind.
Geopolitischer Hintergrund
Die Entscheidung fällt in eine Phase erhöhter geopolitischer Unsicherheit. Trump verlängerte zuletzt die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, während weitere Friedensgespräche ins Stocken geraten sind. Parallel dazu sagten die USA eine geplante Reise nach Pakistan für Iran-Friedensgespräche ab. An den Finanzmärkten reagierten Anleger zurückhaltend: Die Wall Street schloss schwächer, und auch Gold konnte Verluste nur teilweise wettmachen – trotz der Verlängerung der Iran-Waffenruhe notierte das Edelmetall weiterhin im Minus.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger und Energiemarktbeobachter ist die Entwicklung relevant, da die US-amerikanische Energiepolitik und Treibstoffversorgung Auswirkungen auf die globalen Ölpreise haben kann. Eine verbesserte Versorgung der US-Küstenmärkte durch die Ausnahmeregelung könnte dazu beitragen, den Preisdruck auf dem Weltmarkt zu mildern.
Ob und wann Trump die Verlängerung offiziell anordnet, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch offen. Die ursprüngliche 60-tägige Aussetzung war ab dem 17. März in Kraft, sodass eine Entscheidung über die Verlängerung zeitnah erwartet wird.


