Trump fordert 30 Millionen Dollar pro Supertanker durch Hormusstraße
US-Präsident Trump verlangt 20 Prozent Erstattung auf Frachtlieferungen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

US-Präsident Donald Trump hat eine weitreichende Forderung erhoben: Er verlangt eine Erstattung in Höhe von 20 Prozent auf alle Frachtlieferungen, die durch die Straße von Hormus transportiert werden. Bei einem aktuellen Ölpreis von rund 80 US-Dollar pro Barrel würde dies für einen voll beladenen Supertanker eine Gebühr von etwa 30 Millionen US-Dollar bedeuten.
Die Berechnung basiert auf der Ladekapazität moderner Supertanker, die rund 2 Millionen Barrel Rohöl fassen können. Bei einem Barrel-Preis von 80 US-Dollar ergibt sich ein Gesamtwert der Ladung von 160 Millionen US-Dollar – 20 Prozent davon entsprechen exakt den geforderten 30 Millionen US-Dollar pro Schiff.
Strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer und ist der einzige Seeweg, über den Öl aus den Golfstaaten – darunter Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Irak und Iran – in die Weltmärkte transportiert werden kann. Ein erheblicher Anteil des global gehandelten Rohöls passiert täglich diese enge Meerenge.
Für die globalen Energiemärkte hätte eine solche Abgabe erhebliche Konsequenzen. Tankerunternehmen und Ölimporteure weltweit müssten mit drastisch steigenden Transportkosten rechnen, die sich unweigerlich auf die Endpreise für Energie auswirken würden. Auch Europa und Deutschland, die auf Ölimporte aus der Golfregion angewiesen sind, wären von einer solchen Maßnahme direkt betroffen.
Auswirkungen auf den globalen Ölmarkt
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Zur AktienanalyseEine Transitgebühr in dieser Größenordnung wäre beispiellos in der Geschichte des internationalen Seehandels. Die Forderung Trumps würde die Betriebskosten für Tankerunternehmen massiv erhöhen und könnte Lieferketten für Rohöl weltweit unter Druck setzen. Für Raffinerien und Energieversorger, die auf regelmäßige Lieferungen aus dem Persischen Golf angewiesen sind, entstünden erhebliche Planungsunsicherheiten.
Für deutsche und europäische Anleger sind vor allem Aktien aus dem Energie- und Schifffahrtssektor relevant. Tankerunternehmen sowie Ölkonzerne, die Rohöl über die Hormusstraße beziehen, könnten unmittelbar von einer solchen Regelung betroffen sein. Steigende Transportkosten würden die Margen im gesamten Energiesektor belasten und könnten die Ölpreise zusätzlich antreiben.

