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Trump fordert Demokraten zur Hilfe-Bitte bei Potomac-Abwasserkrise auf

Präsident verschärft Konflikt mit Maryland, Virginia und Washington wegen massivem Abwasserleck in Hauptstadt-Fluss.

Trump fordert Demokraten zur Hilfe-Bitte bei Potomac-Abwasserkrise auf

Präsident Donald Trump hat den politischen Streit um einen massiven Abwasseraustritt in den Potomac River verschärft. In den vergangenen Wochen flossen mehr als 200 Millionen Gallonen Abwasser in den Fluss, nachdem im Januar ein Rohr der Potomac Interceptor-Abwasserleitung am Clara Barton Parkway in Maryland gebrochen war. Trump forderte die demokratischen Spitzenpolitiker der Region nun auf, ihn persönlich um Hilfe zu bitten.

Der Präsident machte am Dienstag eine Kehrtwende, nachdem er am Montag noch angekündigt hatte, seine Regierung werde die Wiederherstellungsmaßnahmen selbst übernehmen. Besonders scharf ging er mit Marylands Gouverneur Wes Moore ins Gericht, den er für das "krasse Missmanagement" verantwortlich machte. Moore gilt als potenzieller demokratischer Präsidentschaftskandidat für 2028.

Das betroffene Rohr wird von DC Water verwaltet, einem unabhängigen Versorgungsunternehmen für den Großraum Washington. Das Abwasserleck hatte keine Auswirkungen auf das Trinkwasser, jedoch warnte das Department of Energy and Environment die Anwohner davor, den Fluss zu meiden. Der Potomac dient als Trinkwasserquelle und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Wassersport.

Streit um Zuständigkeiten eskaliert

Gouverneur Moore konterte Trumps Vorwürfe und erklärte, der Austritt sei "im Wesentlichen unter Kontrolle". Stattdessen forderte er das Weiße Haus auf, bei der Notfallfinanzierung für Überschwemmungsschäden aus dem vergangenen Jahr zu helfen. Moores Sprecher Ammar Moussa warf Trump vor, sich seiner Verantwortung zu entziehen.

Das Büro des Gouverneurs betonte, dass der Potomac Interceptor Eigentum von DC Water sei und als staatlich regulierte Infrastruktur der Aufsicht der Umweltschutzbehörde EPA unterliege. Moore zeigte sich bereit zur Zusammenarbeit mit Bundesbehörden, sofern diese die Wiederherstellung unterstützen.

Das Weiße Haus beharrt jedoch auf der Verantwortung der lokalen demokratischen Führung. Ein Regierungsbeamter argumentierte, Maryland sei für die Wasserqualitätsstandards des Potomac innerhalb seiner Grenzen sowie für die Durchsetzung entsprechender Vorschriften zuständig. Betreiber von Abwassersystemen müssten unbefugte Einleitungen melden, überwachen und mindern.

Sanierung läuft bereits

Der Überlauf wurde laut DC Water Ende Januar gestoppt. Das Abwasser wird nun um das beschädigte Rohr herumgeleitet. Die Environmental Protection Agency erklärte sich bereit, die Wiederherstellungsbemühungen zu unterstützen, falls sie darum gebeten werde.

Der Vorfall ist das jüngste Beispiel dafür, wie Trump die Macht seines Amtes nutzt, um politische Rivalen unter Druck zu setzen. Der Präsident führt derzeit eine Reihe von Fehden mit Gouverneuren verschiedener Bundesstaaten.

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