Trump fordert Entschädigung für Schutz der Straße von Hormus
US-Präsident Trump verlangt Schutzgebühren für die wichtigste Öltransportroute der Welt – während der Waffenstillstand mit dem Iran gescheitert ist.

US-Präsident Donald Trump hat am Montag erklärt, dass die Vereinigten Staaten „dafür bezahlt werden" sollten, die Straße von Hormus zu bewachen. Die strategisch bedeutende Meerenge gilt als die wichtigste Route für den globalen Öltransport und steht im Zentrum des erneut eskalierenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Die Märkte reagierten prompt: Die Ölpreise stiegen am Montagmorgen, während die Aktienindizes nachgaben.
Trump bekundete damit öffentlich sein Interesse daran, Schutzgebühren in der Meerenge zu erheben. Sowohl Washington als auch Teheran beanspruchen die De-facto-Kontrolle über die internationale Wasserstraße – ein Streitpunkt, der den Konflikt zusätzlich anheizt. Über diese Route wurden 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt, bevor sie zu Beginn des Krieges Ende Februar blockiert wurde.
Waffenstillstand gescheitert – Spannungen eskalieren erneut
Seit Beginn des Konflikts hat der Iran Pläne signalisiert, Zölle oder andere Gebühren für Schiffe zu erheben, die die Wasserstraße durchqueren. Die USA lehnen ein solches Szenario strikt ab. Das Mitte Juni von beiden Seiten unterzeichnete vorübergehende Waffenstillstandsabkommen hatte Teheran ausdrücklich untersagt, Gebühren für Handelsschiffe zu erheben, die die Meerenge passieren.
Doch dieses Abkommen wurde durch wiederholte Angriffe in der Region derart untergraben, dass Trump in der vergangenen Woche den Waffenstillstand für „beendet" erklärte. Die erneute Eskalation wirft damit grundlegende Fragen über die Sicherheit einer der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten der Welt auf. Für die globalen Energiemärkte ist die Straße von Hormus von kaum zu überschätzender Bedeutung.
Bedeutung der Straße von Hormus für den Welthandel
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Zur AktienanalyseDie Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Durch sie fließt ein erheblicher Teil der weltweiten Rohölexporte, insbesondere aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, dem Irak und dem Iran selbst. Eine dauerhafte Blockade oder die Einführung von Durchfahrtsgebühren hätte weitreichende Folgen für die globale Energieversorgung und die Ölpreise.
Trumps Forderung nach einer Entschädigung für den militärischen Schutz der Meerenge reiht sich in seine langjährige Haltung ein, wonach die USA für ihre globalen Sicherheitsleistungen stärker vergütet werden sollten. Ob und wie eine solche Gebührenerhebung praktisch umgesetzt werden könnte, ließ der Präsident offen. Die Situation gilt weiterhin als sich entwickelnde Nachrichtenlage, weitere Details werden erwartet.


