Trump hält 50-Prozent-Zoll auf Stahl, Aluminium und Kupfer
Eine neue Proklamation regelt, wie US-Importzölle auf Metallderivate künftig berechnet werden.

US-Präsident Donald Trump hat eine Proklamation unterzeichnet, die einen Einfuhrzoll von 50 Prozent auf Importe von Stahl, Aluminium und Kupfer festschreibt. Grundlage ist Abschnitt 232 des Trade Act von 1974, der dem Präsidenten weitreichende Befugnisse zum Schutz nationaler Sicherheitsinteressen einräumt. Die Maßnahme betrifft Metallderivate und soll auf die tatsächlich von US-Kunden gezahlten Preise angewendet werden.
Eine wichtige Neuerung betrifft die Berechnungsgrundlage des Zolls. Bislang war unklar, wie der maßgebliche Verkaufspreis und der daraus resultierende Zollbetrag exakt ermittelt werden sollen. Das Weiße Haus und ein hochrangiger Vertreter der Trump-Administration bestätigten die Änderungen gegenüber Reuters.
Hintergrund: Manipulierte Importwerte im Visier
Der Regierungsvertreter begründete die Neuregelung mit einem konkreten Problem: Einige Importeure hätten in der Vergangenheit künstlich herabgesetzte Importwerte angegeben, um ihre Zollbelastung zu reduzieren. Durch die Anknüpfung an den tatsächlichen Kundenkaufpreis soll dieses Schlupfloch geschlossen werden. Weitere Einzelheiten zu den angekündigten Änderungen wurden von der Trump-Administration in Aussicht gestellt.
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Zur AktienanalyseFür deutsche und europäische Unternehmen, die Metallprodukte in die USA exportieren, hat die Maßnahme direkte Relevanz. Der 50-Prozent-Zollsatz gilt für Einfuhren auf Basis von Abschnitt 232 und bleibt damit ein zentrales Instrument der US-Handelspolitik. Wie die genaue Umsetzung der Preisermittlung aussehen wird, dürfte in den kommenden Wochen für Diskussionen in der Branche sorgen.


