Trump-Konten sollen Pflegekindern finanzielle Absicherung im Erwachsenenalter bieten
25 US-Gouverneure wollen steuerbegünstigte Anlagekonten für Pflegekinder eröffnen – doch wichtige Detailfragen sind noch offen.

Die sogenannten Trump-Konten könnten Kindern im amerikanischen Pflegesystem erstmals eine strukturierte finanzielle Grundlage für das Erwachsenenalter bieten. Laut einer Initiative, die First Lady Melania Trump Anfang Juni gemeinsam mit dem US-Finanzministerium ankündigte, sollen die Bundesstaaten in der Lage sein, diese Konten im Namen berechtigter Pflegekinder zu eröffnen. Bisher haben 25 Gouverneure zugesagt, dies zu tun – so eine aktuelle Zählung des Ministeriums für Gesundheit und Soziale Dienste (HHS).
Das erklärte Ziel der Initiative ist es, einer besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe zu helfen, das Erwachsenenalter mit einem finanziellen Sicherheitsnetz zu erreichen. Experten zufolge fehlt vielen Pflegekindern genau dieses Netz, wenn sie das System verlassen. Nach HHS-Daten befanden sich im Jahr 2025 schätzungsweise 331.747 Kinder in Pflegefamilien in den USA. Rund 15.000 von ihnen schieden im selben Jahr aus dem Pflegesystem aus.
Was sind Trump-Konten?
Trump-Konten wurden offiziell am 4. Juli eingeführt und sind steuerbegünstigte Anlagekonten für Kinder. Eltern, Vormünder, Großeltern und andere Personen dürfen jährlich bis zu 5.000 US-Dollar in nachversteuerten Mitteln einzahlen – und zwar bis zum Jahr vor dem 18. Geburtstag des Begünstigten. Babys, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden und über ein solches Konto verfügen, erhalten vom Finanzministerium eine Ersteinlage von 1.000 US-Dollar.
Auch Arbeitgeber dürfen sich beteiligen: Sie können bis zu 2.500 US-Dollar pro Arbeitnehmer und Jahr einzahlen, wobei dieser Betrag Teil der jährlichen Gesamtgrenze von 5.000 US-Dollar ist. Darüber hinaus können qualifizierte gemeinnützige Organisationen sowie staatliche und lokale Regierungen Beiträge leisten, die nicht auf die jährliche Obergrenze angerechnet werden – ein wichtiger Aspekt gerade für die Finanzierung von Pflegekinder-Konten.
Besonderheiten für Pflegekinder
Für Kinder im Pflegesystem würden die jeweiligen Bundesstaaten die Konten in ihrer Rolle als gesetzliche Vormünder eröffnen. Experten gehen davon aus, dass diese Kinder vor allem von Spenden oder Zuschüssen externer Quellen profitieren würden. Zudem könnten die Konten als Sammelstelle für bestimmte Bundesleistungen dienen, die ein kleiner Teil der Pflegekinder bereits erhält.
In den meisten US-Bundesstaaten werden Kinder mit 18 Jahren volljährig. Für Pflegekinder bieten die Bundesstaaten in der Regel eine Form der erweiterten Betreuung an – meist bis zum Alter von 21 Jahren – für junge Erwachsene, die sich entscheiden, im Programm zu bleiben.
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Zur AktienanalyseOffene Fragen und mögliche Hürden
Trotz der positiven Grundidee gibt es noch ungeklärte Knackpunkte. Befürworter weisen auf Einschränkungen beim Zugriff auf das angesparte Geld hin, falls die Betroffenen es im Bedarfsfall benötigen. Ein weiteres Problem: Es ist noch nicht abschließend geklärt, ob die auf einem Trump-Konto gehaltenen Vermögenswerte die Berechtigung für staatliche Sozialleistungen beeinflussen könnten, für die sich diese Personen als Erwachsene qualifizieren möchten.
Diese Fragen sind für die Zielgruppe besonders relevant, da Pflegekinder nach dem Verlassen des Systems überdurchschnittlich häufig auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Wie die Details geregelt werden, dürfte maßgeblich darüber entscheiden, wie wirksam das Instrument in der Praxis tatsächlich ist.


