Trump kündigt Freitag Maßnahmen zur Unterstützung US-amerikanischer Landwirte an
Die Trump-Regierung empfängt hunderte Landwirte und plant neue Biokraftstoff-Quoten für 2026 bis 2027.

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag angekündigt, dass seine Regierung am Freitag konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der amerikanischen Landwirtschaft bekanntgeben wird. Das Weiße Haus bereitet sich gleichzeitig darauf vor, hunderte Landwirte, Viehzüchter und Branchenführungskräfte zu einer Sonderveranstaltung zu empfangen, die den Agrarsektor in den Mittelpunkt stellt.
Ein zentrales Element der geplanten Ankündigungen betrifft die lang erwarteten Biokraftstoff-Beimischungsquoten im Rahmen des sogenannten Renewable Fuel Standard (RFS). Dabei handelt es sich um eine US-Bundesrichtlinie, die vorschreibt, wie viel erneuerbarer Kraftstoff – etwa Ethanol aus Mais – dem nationalen Benzin- und Dieselangebot beigemischt werden muss. Diese Regelung ist für Maisanbauer, Ethanolproduzenten und Ölraffinerien von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Laut Reuters, das sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft, wird die Trump-Regierung noch diese Woche die Verpflichtungsmengen für den Zeitraum 2026 bis 2027 veröffentlichen. Die neuen Quoten sollen sich dabei nicht wesentlich von den Mengen unterscheiden, die die Umweltschutzbehörde EPA bereits vor Beginn des Iran-Krieges vorgeschlagen hatte.
Zölle und Milliardenhilfen für die Landwirtschaft
In einer Kabinettssitzung am Donnerstag betonte Trump vor Journalisten, dass US-Landwirte von einigen Ländern unfair behandelt worden seien. Er hob dabei ausdrücklich die milliardenschweren staatlichen Finanzhilfen hervor, die amerikanische Landwirte erhalten, um Verluste durch Zölle auszugleichen – ein direkter Verweis auf die handelspolitischen Spannungen, die den Agrarexport der USA belasten.
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Zur AktienanalyseDie Entscheidung über die Biokraftstoffquoten fällt in eine angespannte Phase, in der das Weiße Haus zwei konkurrierende Interessen ausbalancieren muss. Auf der einen Seite stehen die Ölraffinerien, die höhere Beimischungsquoten als Kostentreiber für die Benzinpreise sehen. Auf der anderen Seite fordern Landwirte und Ethanolproduzenten eine stärkere Nachfrage nach Biokraftstoffen, um die Agrarmärkte zu stützen.
Für deutsche Investoren und Beobachter ist die Entwicklung relevant, da die US-Agrarpolitik globale Rohstoffmärkte beeinflusst – von Mais- und Sojapreisen bis hin zu den internationalen Energiemärkten. Änderungen bei den Biokraftstoffquoten können Preissignale für Agrarrohstoffe weltweit auslösen.


