Trump lehnt Netanjahus Plan für iranische Straßenproteste ab
US-Präsident Trump blockierte einen israelischen Vorschlag, die iranische Bevölkerung gemeinsam zu Protesten gegen ihr Regime aufzurufen.

US-Präsident Donald Trump hat den Vorschlag des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurückgewiesen, die iranische Bevölkerung gemeinsam zu Protesten gegen ihre Regierung aufzufordern. Das berichtet Axios unter Berufung auf zwei US-Beamte und eine israelische Quelle. Trump erklärte Netanjahu demnach in einem Telefonat, ein solcher Aufruf sei zu gefährlich für die Zivilbevölkerung.
Trump machte seine Haltung deutlich: Er lehne es ab, Menschen dazu zu ermutigen, auf die Straße zu gehen, wo sie getötet werden könnten. Zur Begründung verwies er darauf, dass bereits vor dem aktuellen Konflikt Tausende iranische Demonstranten bei Protesten ums Leben gekommen seien. Damit stellte er sich klar gegen Netanjahus Strategie einer weiteren Destabilisierung des iranischen Regimes.
Unterschiedliche Ziele bei Iran-Strategie
Der Austausch offenbart grundlegende Differenzen zwischen Washington und Jerusalem in der Iran-Politik. Während Netanjahu einen Volksaufstand gegen das Regime als Kernziel Israels betrachtet, sehen US-Beamte einen Regimewechsel lediglich als möglichen Nebeneffekt – nicht als primäres Ziel der amerikanischen Politik.
Netanjahu unterbreitete seinen Vorschlag nach israelischen Angriffen, die vergangenen Dienstag Ali Laridschani, Irans Chef für nationale Sicherheit und de facto amtierender Führer, sowie Gholamreza Soleimani, den Chef der Basidsch-Miliz, töteten. Israelische Beamte erklärten, die Ausschaltung Soleimanis habe gezielt einen Volksaufstand ermöglichen sollen, da er für die gewaltsame Niederschlagung von Protesten verantwortlich war.
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Zur AktienanalyseNetanjahu schilderte Trump in dem Telefonat, das iranische Regime befinde sich in Aufruhr und biete eine Gelegenheit zur weiteren Destabilisierung. Trump zeigte sich jedoch von diesem Argument nicht überzeugt und bestand auf seiner ablehnenden Haltung gegenüber einem öffentlichen Protestaufruf.


