Trump präsentiert katarische Boeing 747 als neue Air Force One
Auf der Joint Base Andrews besichtigte Präsident Trump sein neues Präsidentenflugzeug – ein Geschenk Katars in goldener Sonderlackierung.

Präsident Donald Trump hat am Freitag auf der Joint Base Andrews in Maryland seine modernisierte Boeing 747 besichtigt. Das Flugzeug, ein Geschenk des Golfstaats Katar, steht kurz vor der offiziellen Aufnahme in die Air-Force-One-Flotte. Der Jumbo-Jet wurde vom Rüstungskonzern L3Harris Technologies überholt, bereits fluggetestet und in einer von Trump persönlich gewählten Lackierung in Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold gestaltet.
Die neue Farbgebung markiert eine deutliche Abkehr vom ikonischen weiß-blauen Design, das auf die Regierung von Präsident John F. Kennedy zurückgeht. Die Air Force griff dabei Elemente einer rot-weiß-blauen Palette auf, die Trump bereits früher gefordert hatte. Diese war 2022 jedoch verworfen worden, nachdem die Teilstreitkraft festgestellt hatte, dass dunklere Farben zu Überhitzung des Flugzeugs führen könnten.
Sicherheitsfragen und beschleunigtes Verfahren
Die Aufnahme des katarischen Jets in die Präsidentenflotte erfolgte in einem ungewöhnlich schnellen Tempo – und das sorgt für Diskussionen. Einige Experten befürchten, die Maschine könnte nicht so sicher sein wie die bestehenden Air-Force-One-Flugzeuge. Das beschleunigte Verfahren ließ einige geplante Modifikationen für den Präsidentenjet der nächsten Generation aus, um eine Zwischenversion schneller ausliefern zu können.
Beamte wiesen diese Bedenken jedoch zurück. „Die Sicherheit des Oberbefehlshabers hat für uns oberste Priorität", erklärte Troy Meink, Staatssekretär der Air Force. „Von Anfang an haben wir jede Anforderung akribisch geprüft, um die Auslieferung zu beschleunigen und gleichzeitig die hohen Standards einzuhalten, die von der präsidentiellen Mission erwartet werden." Die Umrüstung des Luxusflugzeugs erforderte laut Experten Sicherheits-Upgrades, Verbesserungen der Kommunikation zur Abhörsicherheit sowie Raketenabwehrkapazitäten.
Die Kosten für die Modernisierung wurden offiziell nicht bekannt gegeben. Demokratische Senatoren schätzten jedoch, dass der Umbau mehr als eine Milliarde US-Dollar kosten könnte, und wiesen auf Sicherheitsrisiken hin. Trump selbst wies die Kritik an der Annahme des Geschenks zurück und bezeichnete es als „dumm", das Angebot abzulehnen.
Übergangslösung bis zur Boeing 747-8
Der katarische Jet dient als Übergangslösung, während Boeing an der Auslieferung von zwei speziell angefertigten Boeing 747-8 arbeitet. Diese werden im Rahmen eines 2018 unterzeichneten Festpreisvertrags über 3,9 Milliarden US-Dollar gebaut. Das Programm liegt jedoch vier Jahre hinter dem Zeitplan zurück, und die Auslieferung wird erst für Mitte 2028 erwartet. Dies birgt das Risiko, dass Trump vor dem Ende seiner Amtszeit im Januar 2029 kein neues Flugzeug erhält.
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Zur AktienanalyseDie Kosten für das Boeing-Programm sind inzwischen auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar angeschwollen. Das Unternehmen verbuchte Belastungen in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar auf den Gewinn aus dem Projekt – ein deutliches Zeichen für die erheblichen Schwierigkeiten bei der Umsetzung.
Das neue Farbschema in Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold wird künftig nicht nur auf den katarischen Jet angewendet. Es soll auch auf die VC-25B – die militärische Bezeichnung für die Boeing 747-8 – sowie auf vier modifizierte Boeing 757-200 übertragen werden. Diese Maschinen sind für den Transport des Vizepräsidenten, der Kabinettsmitglieder und anderer hochrangiger Beamter vorgesehen. Die Erweiterung der Präsidentenflotte bietet insgesamt ein moderneres und luxuriöseres Flugzeug für den Präsidenten, seine Berater, das Sicherheitspersonal und die Medienvertreter.


