Trump prüft Währungsswap mit VAE nach Iran-Kriegsfolgen
US-Präsident Trump bestätigt Gespräche über ein Währungsswap-Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten inmitten wirtschaftlicher Kriegsfolgen.

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag bestätigt, dass die US-Regierung ein Währungsswap-Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in Erwägung zieht. Der Golfstaat sucht angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges nach potenziellen finanziellen Absicherungen. Trump äußerte sich gegenüber dem US-Sender CNBC und stellte sich klar hinter den Verbündeten.
„Das ist der Fall", sagte Trump auf die Frage nach dem geplanten Vorhaben. „Es ist ein gutes Land. Sie waren uns ein guter Verbündeter. Und wissen Sie, dies sind ungewöhnliche Zeiten." Die Aussagen des US-Präsidenten unterstreichen die strategische Bedeutung, die Washington den VAE in der aktuellen Krisensituation beimisst.
Hintergrund: Straße von Hormus gesperrt, Energieinfrastruktur beschädigt
Der Konflikt hat weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen für die gesamte Golfregion. Die Sperrung der Straße von Hormus hat den globalen Ölfluss unterbrochen – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Erdöls transportiert wird. Darüber hinaus hat der Iran als Vergeltung für US-amerikanische und israelische Angriffe die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten beschädigt.
Laut einem Bericht des Wall Street Journals haben die VAE bei den USA konkrete finanzielle Rettungsanker angefragt, darunter explizit ein Währungsswap-Abkommen. Solche Abkommen ermöglichen es zwei Ländern, ihre Währungen zu einem festgelegten Kurs zu tauschen und dienen als Liquiditätspuffer in Krisenzeiten. Die VAE wollen damit offenbar für den Fall vorsorgen, dass sich die wirtschaftlichen Folgen des Krieges weiter verschlimmern.
Trump zeigte sich von der Anfrage überrascht, signalisierte aber Hilfsbereitschaft: „Ich bin überrascht, weil sie wirklich reich sind", sagte er. „Sie sind sehr gut für dieses Land, also ja, wenn ich ihnen helfen könnte, würde ich es tun." Die Aussage verdeutlicht, dass Trump die VAE trotz ihres Wohlstands als schutzbedürftigen Partner in einer außergewöhnlichen Krisenlage betrachtet.
Weißes Haus offen für Unterstützung
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Zur AktienanalyseAuch aus dem Weißen Haus kamen bereits vor Trumps Aussagen positive Signale. Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates, deutete am Montag an, dass die USA grundsätzlich offen für Hilfsmaßnahmen zugunsten der VAE seien. Hassett fügte jedoch hinzu, dass er nicht glaube, dass eine solche Unterstützung letztlich notwendig sein werde.
Für deutsche Anleger und Beobachter sind die Entwicklungen am Persischen Golf von erheblicher Relevanz. Eine anhaltende Sperrung der Straße von Hormus und Schäden an der Energieinfrastruktur der Golfstaaten haben direkte Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und damit auch auf die Rohstoff- und Energiepreise in Europa. Ein mögliches Währungsswap-Abkommen zwischen den USA und den VAE wäre ein ungewöhnlicher Schritt, der die Tiefe der aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen in der Region widerspiegelt.


