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Trump setzt auf heimische Kupferförderung

Langwierige Genehmigungen und fehlende Verarbeitung bremsen US-Rohstoffpläne aus

Trump setzt auf heimische Kupferförderung

US-Präsident Donald Trump hat per Erlass angeordnet, die inländische Produktion von Mineralien zu stärken. Ziel ist es, das langwierige Genehmigungsverfahren für neue Bergbauprojekte in den USA zu beschleunigen. Laut S&P Global dauert es dort im Schnitt fast 29 Jahre von der Entdeckung eines Vorkommens bis zur Aufnahme der Förderung – nur in Sambia ist dieser Zeitraum noch länger. Insbesondere auf Bundesland ist die Genehmigung problematisch, was laut Trump nun geändert werden soll. Das Innenministerium wurde angewiesen, Rohstoffförderung gegenüber anderen Aktivitäten auf diesen Flächen zu priorisieren.

Trump unterscheidet sich in seiner Herangehensweise deutlich vom vorherigen Präsidenten Joe Biden, der versucht hatte, eine Balance zwischen Umweltzielen und Rohstoffförderung zu finden. In Trumps Erlass wird Kupfer, das offiziell nicht als kritisches Mineral gelistet ist, ausdrücklich neben Gold, Uran, Kaliumcarbonat und weiteren aufgezählt. Kupfer steht beispielhaft für die Schwierigkeiten, große Bergbauprojekte in den USA umzusetzen. Projekte wie Resolution in Arizona, Pebble in Alaska und Twin Metals in Minnesota stecken seit Jahren im Genehmigungsverfahren fest. Trotz des politischen Rückenwinds aus Washington bleibt der Widerstand von indigenen Gruppen und Umweltschützern bestehen.

Das Resolution-Projekt könnte bis zu einem Viertel des jährlichen US-Kupferbedarfs decken und zudem Nebenprodukte wie Bismut, Indium und Tellur liefern. Selbst bei beschleunigter Genehmigung würde es aber noch rund zehn Jahre dauern, bis die erste Kupferproduktion anlaufen kann. Während Resolution von bestehender Infrastruktur in Arizona profitieren kann, sind Pebble und Twin Metals aufgrund ihrer abgelegenen Lage und ökologischen Bedenken besonders umstritten. Eine beschleunigte Genehmigung bedeutet daher nicht zwangsläufig eine baldige Inbetriebnahme.

Ein weiteres Hindernis liegt in der Verarbeitung. Die USA verfügen aktuell nur über zwei aktive primäre Kupferschmelzen, in Utah und Arizona. Vergangenes Jahr mussten rund 320.000 Tonnen Kupferkonzentrat ins Ausland exportiert werden, vor allem nach Mexiko, China und Kanada. Zudem herrscht ein globaler Wettbewerb um Schmelzkapazitäten, wobei China derzeit eine dominierende Rolle einnimmt.

Während neue Minen Jahre benötigen, wächst die Kapazität zur Kupferrecycling-Verarbeitung in den USA schneller. So investierte Aurubis AG 800 Millionen Dollar in eine neue Anlage in Georgia. Die USA exportieren jährlich fast eine Million Tonnen Kupferschrott, der größtenteils in China verarbeitet wird. Eine stärkere Nutzung des Recyclings im Inland könnte die Importabhängigkeit verringern und bietet Vorteile wie geringere Kosten, kürzere Vorlaufzeiten und eine bessere Klimabilanz.

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