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Trump stoppt US-Windprojekte mit nationaler Sicherheit als Begründung

Das Pentagon blockiert rund 165 Onshore-Windprojekte in den USA – unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken, berichtet die Financial Times.

Trump stoppt US-Windprojekte mit nationaler Sicherheit als Begründung

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den Ausbau der Onshore-Windenergie in den Vereinigten Staaten faktisch zum Erliegen gebracht. Wie die Financial Times am Sonntag berichtete, beruft sich die Regierung dabei auf nationale Sicherheitsbedenken. Das Pentagon hält demnach Genehmigungen für etwa 165 Onshore-Windprojekte auf Privatgrundstücken zurück.

Betroffen sind laut FT Windparks in verschiedenen Phasen des Genehmigungsverfahrens: Projekte, die auf ihre endgültige Genehmigung warteten, solche, die sich mitten in Verhandlungen befanden, sowie Vorhaben, die unter normalen Umständen gar keiner Aufsicht durch das Pentagon bedürfen würden. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren. Weder die American Clean Power Association noch das Pentagon reagierten auf Anfragen zur Stellungnahme.

Rückschläge seit August 2025

Seit August 2025 sehen sich Windkraftentwickler in den USA mit einer Reihe von Hindernissen konfrontiert. Dazu gehören laut FT mangelnde Kommunikation seitens des Pentagons, abgesagte Termine ohne die Möglichkeit zur Neuterminierung sowie die Mitteilung, dass Anträge nicht mehr bearbeitet würden. Die Branche steht damit vor einem weitgehenden Stillstand bei neuen Projekten.

In Briefen, die Anfang April an Entwickler verschickt wurden, teilte das Pentagon mit, es überprüfe seine Verfahren zur Bewertung der Auswirkungen von Energieprojekten auf die nationale Sicherheit. Dies deutet darauf hin, dass die Blockade keine kurzfristige Maßnahme ist, sondern auf eine grundlegende Neuausrichtung der Genehmigungspolitik hindeutet.

Klagen und politischer Widerstand

Die Trump-Regierung war bereits in der Vergangenheit mit rechtlichen Auseinandersetzungen konfrontiert, nachdem sie Windprojekte unter Hinweis auf als geheim eingestufte nationale Sicherheitsrisiken durch Radarstörungen gestoppt hatte. Windkraftentwickler sahen sich unter Trump wiederholt mit Störungen konfrontiert. Der Präsident selbst bezeichnet Windturbinen öffentlich als hässlich, teuer und ineffizient.

Für die US-amerikanische Windkraftbranche und ihre Investoren bedeutet die aktuelle Entwicklung erhebliche Unsicherheit. Die American Clean Power Association, die als Quelle für den FT-Bericht genannt wird, vertritt die Interessen der Erneuerbaren-Energien-Branche in den USA und dürfte den politischen Druck auf die Regierung in den kommenden Wochen weiter erhöhen. Für europäische und deutsche Anleger, die in US-amerikanische Windenergie-Unternehmen investiert sind, bleibt die Lage damit angespannt.

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