Trump übergibt Entscheidung über Justiz-Fonds an Blanche
US-Präsident Trump lässt seinen neuen Justizminister über die Zukunft des umstrittenen „Weaponization"-Fonds entscheiden.

US-Präsident Donald Trump hat am Montag erklärt, dass die Zukunft des geplanten Fonds gegen die sogenannte „Instrumentalisierung" der Justiz in der Entscheidungsgewalt von Justizminister Todd Blanche liege. Trump äußerte sich gegenüber Reportern in Washington, ohne selbst eine klare Richtung vorzugeben. Damit liegt eine der politisch brisantesten Entscheidungen seiner zweiten Amtszeit nun beim frisch vereidigten obersten Juristen des Landes.
Todd Blanche wurde am frühen Montag als US-Justizminister vereidigt – nachdem der Senat ihn am Samstag bestätigt hatte. Blanche war zuvor als persönlicher Anwalt Trumps tätig und bekleidete zuletzt das Amt des stellvertretenden Justizministers. Seine Ernennung zum obersten Juristen der Vereinigten Staaten markiert einen ungewöhnlichen Karriereweg, der eng mit dem republikanischen Präsidenten verknüpft ist.
Der umstrittene „Weaponization"-Fonds
Im Mittelpunkt der Debatte steht ein Fonds im Umfang von 1,776 Milliarden US-Dollar, der zur Entschädigung von Personen vorgesehen war, die nach eigenen Angaben Opfer von Behördenmissbrauch geworden sind. Der Fonds entstand im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs zur Beilegung einer Klage in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar – einer Klage, die Trump gegen seine eigene Regierung eingereicht hatte. Das US-Justizministerium hatte jedoch kurz vor Blanches Bestätigung eine Anordnung widerrufen, die die Einrichtung dieses Fonds vorsah.
Der Fonds stieß im Kongress auf erheblichen Widerstand – auch aus den eigenen Reihen der Republikaner. Kritiker bezeichneten die Maßnahme weithin als „schwarze Kasse" für Trump-Anhänger. Dieser innerparteiliche Widerstand hatte Blanches Bestätigung zunächst verzögert und die politische Debatte rund um den Fonds weiter angeheizt.
Politische Brisanz für deutsche Beobachter
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Zur AktienanalyseFür deutsche Leser ist der Hintergrund dieser Auseinandersetzung besonders aufschlussreich: Der Begriff „Weaponization" – zu Deutsch „Instrumentalisierung" – ist in den USA zu einem zentralen politischen Schlagwort geworden. Trump und seine Anhänger verwenden ihn, um zu beschreiben, wie staatliche Institutionen ihrer Ansicht nach gegen politische Gegner eingesetzt werden. Der nun diskutierte Fonds sollte ursprünglich Personen entschädigen, die sich als Opfer solcher Praktiken sehen.
Die Entscheidung, die Verantwortung für den Fonds an Blanche zu übergeben, zeigt, wie eng Justizpolitik und persönliche Loyalitäten in der aktuellen US-Regierung miteinander verflochten sind. Blanche, der Trump in mehreren Strafverfahren juristisch vertreten hatte, steht nun vor der Aufgabe, eine politisch hochsensible Entscheidung zu treffen – eine, die sowohl innerhalb der Republikanischen Partei als auch in der Öffentlichkeit für Kontroversen sorgt.


