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Trump und Vance verteidigen Iran-Abkommen gegen Kritiker

US-Präsident Trump und Vizepräsident Vance wehren sich gegen Vorwürfe, die USA hätten dem Iran im Interimsabkommen zu viel zugestanden.

Trump und Vance verteidigen Iran-Abkommen gegen Kritiker

US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance haben sich entschieden gegen Kritik gewehrt, die USA hätten in ihrem Interimsabkommen mit dem Iran zu viele Zugeständnisse gemacht. Das vorläufige Abkommen sieht einen geplanten Wiederaufbauplan in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar vor. Besonders aus den eigenen Reihen der Republikaner kamen Zweifel, ob Trump die Interessen der USA ausreichend vertreten habe.

Vance betonte ausdrücklich, dass die Vereinigten Staaten keine direkten Zahlungen an den Iran leisten werden. Jegliche wirtschaftliche Vorteile für die Islamische Republik seien an die vollständige Einhaltung einer 14-Punkte-Absichtserklärung geknüpft. „Die Vereinigten Staaten geben keinen Cent an den Iran ab", sagte Vance zur Verteidigung des Kurses von Präsident Trump.

Trump selbst reagierte auf die Kritik ungewohnt scharf. „Diese Narren, die glauben, ich sei gegenüber dem Iran nicht hart genug gewesen, während der Aktienmarkt gerade ein REKORDHOCH erreicht hat und die Ölpreise ‚abstürzen', sind entweder eifersüchtig, böse Menschen oder dumm", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Entspannung an der Straße von Hormus

Im Rahmen des Interimsabkommens beendete die US-Marine auf Anweisung Trumps die Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete. Im Gegenzug ist der Iran verpflichtet, Handelsschiffen für 60 Tage die gebührenfreie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gestatten. Die Meerenge gilt als eines der weltweit wichtigsten Nadelöhre für den globalen Energietransport.

Vance berichtete, dass über Nacht Tanker mit mehr als 12 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus passiert hätten. Dennoch reagierten die Rohölpreise nur moderat auf diese Entwicklung. Die verhaltene Marktreaktion deutet darauf hin, dass Anleger auf klarere Beweise warten, ob das Abkommen zu einer dauerhaften Deeskalation in der Region führen kann.

Die Ölpreise gaben nach der Bekanntgabe des Interimsabkommens zwar nach, blieben aber insgesamt relativ stabil. Investoren scheinen die geopolitische Entspannung bereits teilweise eingepreist zu haben und beobachten die weitere Entwicklung mit Zurückhaltung.

OPEC widerspricht IEA-Überangebotsprognose

Unabhängig vom Iran-Abkommen meldete sich OPEC-Generalsekretär Haitham Al Ghais in einem Exklusivinterview mit CNBC zu Wort. Er wies die Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) über ein bevorstehendes Überangebot am Ölmarkt entschieden zurück. Die IEA hatte zuletzt vor einem Angebotsüberhang gewarnt, der die Preise unter Druck setzen könnte.

Al Ghais betonte den datengetriebenen Ansatz der OPEC: „[Wir konzentrieren uns] auf Fundamentaldaten und bauen nicht viele Wenn und Aber in unsere Prognosen ein, sondern konzentrieren uns stattdessen auf tatsächliche Zahlen." Die OPEC sehe keinen Höhepunkt der Ölnachfrage am Horizont, so der Generalsekretär.

Zinswende in den USA? Märkte kalkulieren neu

Parallel zu den geopolitischen Entwicklungen beschäftigt die Anleger auch die künftige Ausrichtung der US-Geldpolitik. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh schlug diese Woche einen restriktiveren Ton an. Händler wetten nun darauf, dass die Zinsen in den kommenden Monaten zu steigen beginnen könnten – ein Szenario, das die Kreditkosten länger auf hohem Niveau halten würde.

Warsh selbst äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Anhaltend hohe Preise sind eine Belastung für das amerikanische Volk, aber die jüngste Vergangenheit muss kein Vorbote für die Zukunft sein." Die Aussage wird von Marktteilnehmern als Signal gewertet, dass die Fed bereit sein könnte, die Zügel weiter anzuziehen, sollte die Inflation hartnäckig bleiben.

Amazon und KI-Rechenzentren im Fokus

Im Bereich Künstliche Intelligenz leitete Amazon Untersuchungen gegen drei Ingenieure ein, die sich beim Stadtrat von Seattle für ein einjähriges Moratorium für KI-Rechenzentren ausgesprochen hatten. Die Mitarbeiter kritisierten den ihrer Meinung nach „um jeden Preis gerechtfertigten KI-Ausbau", der durch den Wettlauf der Branche um Rechenkapazitäten vorangetrieben werde. Amazon hatte CNBC zuvor mitgeteilt, das Recht der Mitarbeiter auf freie Meinungsäußerung zu respektieren.

Ebenfalls bemerkenswert: Die Prognosemarkt-Plattform Kalshi hat laut einem Bericht von „The Information" einen annualisierten Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar erzielt und führt informelle Gespräche über einen möglichen Börsengang (IPO). Ein solcher Schritt würde dem Unternehmen Zugang zu breiteren Kapitalmärkten für die künftige Expansion verschaffen.

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