Trump vollzieht Kehrtwende bei Nexstar-Tegna-Übernahme
US-Präsident Donald Trump unterstützt nun die geplante Übernahme des Fernsehsenders Tegna durch Nexstar Media im Wert von 6,2 Milliarden Dollar. Dies markiert eine überraschende Wende, nachdem Trump den Deal noch im November 2024 scharf kritisiert hatte.

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag seine Zustimmung zur geplanten Übernahme von Tegna durch Nexstar Media gegeben. Die Transaktion hat ein Volumen von 6,2 Milliarden Dollar und würde einen der größten Medienzusammenschlüsse der jüngeren Zeit darstellen. Besonders bemerkenswert ist Trumps Sinneswandel, da er das Geschäft noch vor wenigen Monaten heftig kritisiert hatte.
Massive Marktabdeckung geplant
Durch die Übernahme würde Nexstar Media seine ohnehin schon dominante Position im US-Fernsehmarkt weiter ausbauen. Das Unternehmen besitzt oder kooperiert bereits mit über 200 Sendern. Mit den 64 zusätzlichen Stationen von Tegna würde die kombinierte Reichweite auf etwa 80 Prozent der US-Haushalte steigen. Die im August 2025 angekündigte Transaktion soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
Regulatorische Hürden bleiben bestehen
Trotz Trumps Unterstützung steht der Deal vor erheblichen regulatorischen Herausforderungen. Die US-Fernmeldebehörde Federal Communications Commission (FCC) verbietet derzeit Unternehmen den Besitz von Rundfunksendern, die mehr als 39 Prozent der amerikanischen Haushalte erreichen. Diese Regelung soll den Wettbewerb im Medienmarkt fördern. Damit die Nexstar-Tegna-Fusion zustande kommen kann, müsste die FCC diese Beschränkung aufheben.
Branche unter Konsolidierungsdruck
Die geplante Übernahme ist Teil einer umfassenderen Konsolidierungswelle in der US-Medienbranche. Das sogenannte "Cord-Cutting" – der Trend, dass immer mehr Zuschauer auf traditionelles Kabelfernsehen verzichten – setzt die Branche zunehmend unter Druck. Viele Medienunternehmen suchen durch Zusammenschlüsse nach Wegen, ihre Marktposition zu stärken und Kosten zu senken.
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Zur AktienanalysePolitische Kontroverse um Nexstar
Nexstar geriet im September 2024 in die Schlagzeilen, als das Unternehmen als erster Medienkonzern die Ausstrahlung der Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live!" unterbrach. Der Grund waren umstrittene Äußerungen des Moderators über ein Attentat auf den konservativen Aktivisten Charlie Kirk. Weder Nexstar noch Tegna oder das Weiße Haus haben sich bislang zu Trumps aktueller Stellungnahme geäußert.

