Trump-Wähler akzeptieren höhere Spritpreise trotz Iran-Konflikt
Benzin kostet in Wiggins rund 50 Prozent mehr als bei Trumps Amtsantritt – doch viele ländliche Wähler stehen hinter ihm.

In der Kleinstadt Wiggins, einem landwirtschaftlich geprägten Ort in den USA, zahlen Autofahrer derzeit 4,34 US-Dollar pro Gallone Benzin. Das entspricht einem Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber dem Preisniveau, das in der Region herrschte, als Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ins Weiße Haus zurückkehrte. Für viele Bewohner ist das eine spürbare finanzielle Belastung im Alltag.
Die 42-jährige Van Duyn bringt die Situation auf den Punkt: „Früher habe ich meinen Tank für 36 Dollar vollgetankt. Heute bekomme ich für 36 Dollar nur noch einen halben Tank." Diese Verdoppelung der Tankkosten trifft besonders Menschen in ländlichen Regionen hart, die auf das Auto angewiesen sind und keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können.
Auch beim Lebensmitteleinkauf macht sich der finanzielle Druck bemerkbar. Tonyah Bruyette, eine Kollegin von Van Duyn, beschreibt das Dilemma vieler Haushalte: „Wir stecken es eher in den Tank als in unser Essen." Beim Einkaufen frage sie sich oft, wo ihr ganzes Geld geblieben sei – ein Gefühl, das viele Familien in der Region teilen.
Wirtschaftliche Belastung trotz politischer Unterstützung
Trotz dieser konkreten finanziellen Einbußen stehen viele Bewohner von Wiggins und Umgebung weiterhin hinter Präsident Trump. Die Bereitschaft, wirtschaftliche Belastungen in Kauf zu nehmen, spiegelt eine Haltung wider, die Reuters zufolge auch im Zusammenhang mit einem möglichen Iran-Konflikt zu beobachten ist: Trumps Wähler – insbesondere in ländlichen Regionen – akzeptieren die wirtschaftlichen Konsequenzen der außenpolitischen Linie des Präsidenten.
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Zur AktienanalyseWiggins steht dabei stellvertretend für viele ländliche Gemeinden in den USA, die traditionell zu Trumps Kernwählerschaft zählen. In diesen Regionen ist die Abhängigkeit vom Auto besonders hoch, weshalb steigende Benzinpreise unmittelbar das Haushaltsbudget belasten. Dennoch scheint die politische Loyalität gegenüber Trump bei einem Großteil der Bevölkerung stärker zu wiegen als die wirtschaftlichen Einschränkungen im Alltag.
Für deutsche Beobachter ist dieses Phänomen aufschlussreich: Es zeigt, wie stark politische Identität und Loyalität wirtschaftliche Rationalkalküle überlagern können – ein Muster, das Politikwissenschaftler auch in anderen westlichen Demokratien beobachten. Die Frage, wie lange diese Bereitschaft zur wirtschaftlichen Belastung anhält, bleibt offen und dürfte die politische Debatte in den USA weiter prägen.


