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Trump: Xi prüft Freilassung von Pastor, Lai bleibt schwieriger Fall

US-Präsident Trump äußerte sich an Bord der Air Force One zu den Fällen zweier in China inhaftierter Personen.

Trump: Xi prüft Freilassung von Pastor, Lai bleibt schwieriger Fall

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag erklärt, er glaube, dass der chinesische Präsident Xi Jinping die Freilassung eines in China inhaftierten Pastors ernsthaft in Erwägung ziehe. Den Fall des inhaftierten Medienmoguls Jimmy Lai bezeichnete Trump hingegen als „eine schwierige Angelegenheit". Seine Aussagen machte er gegenüber Reportern an Bord der Air Force One auf dem Rückflug aus China in die Vereinigten Staaten.

„Ich denke, er zieht den Fall des Pastors sehr ernsthaft in Betracht", sagte Trump. Beim Fall des Hongkonger Medienunternehmers Lai sei die Lage jedoch anders. Xi habe ihm persönlich erklärt: „Das sei eine schwierige Angelegenheit."

Trumps Appell für Jimmy Lai blieb ohne positive Resonanz

In einem Interview mit dem Sender Fox News Channel in der Sendung „Special Report" schilderte Trump seine Bemühungen um Lai detaillierter. Er habe das Thema gegenüber Xi angesprochen, die Reaktion sei jedoch nicht positiv gewesen. „Er führte eine ganze Reihe von Argumenten an, und ich sagte: ‚Nun, wir würden es begrüßen, wenn Sie ihn freilassen würden. Er ist alt geworden und fühlt sich wahrscheinlich nicht besonders gut. Es wäre eine schöne Geste.'", zitierte Trump seine eigenen Worte. Abschließend räumte er ein: „Ich war nicht optimistisch. In diesem Punkt muss ich ehrlich zu Ihnen sein."

Jimmy Lai war im Februar wegen zweifacher Verschwörung zur Kollusion mit ausländischen Kräften sowie wegen der Veröffentlichung aufrührerischen Materials zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der Fall des Gründers der mittlerweile eingestellten Zeitung Apple Daily hatte weltweit Besorgnis ausgelöst und gilt als eines der prominentesten Beispiele für das harte Vorgehen im Rahmen der nationalen Sicherheitsgesetzgebung in Hongkong. Ausländische Regierungen und internationale Menschenrechtsgruppen hatten die Auswirkungen des Sicherheitsgesetzes wiederholt kritisiert.

Pastor Jin Mingri: Härtestes Vorgehen gegen Christen seit 2018

Im zweiten Fall geht es um Pastor Jin Mingri, den Gründer der Zion-Kirche in China. Er wurde im November zusammen mit fast 30 weiteren Pastoren und Mitarbeitern der Zion-Kirche verhaftet. Experten bewerten dies als das bisher härteste Vorgehen gegen chinesische Christen seit dem Jahr 2018.

Die Festnahmen erfolgten vor dem Hintergrund neuer Vorschriften der obersten chinesischen Religionsbehörde. Diese untersagen unter anderem unbefugte Online-Predigten, religiöse Schulungen durch Geistliche sowie sogenannte „ausländische Kollusion". Die Regelungen verschärfen den staatlichen Zugriff auf religiöse Aktivitäten in China erheblich.

Trumps Aussagen verdeutlichen die Komplexität der diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Peking. Während er im Fall des Pastors eine gewisse Hoffnung signalisierte, zeigte er sich beim Fall Lai offen pessimistisch – ein seltenes Eingeständnis diplomatischer Grenzen für den US-Präsidenten.

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