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Trump-Zolldrohungen treiben Volatilität an den Märkten

Die Ankündigung neuer Zölle gegen Europa durch US-Präsident Trump hat die Volatilität an den Finanzmärkten deutlich ansteigen lassen. Der VIX-Index erreichte ein Achtwochenhoch, während US-Aktien und der Dollar unter Druck gerieten.

Trump-Zolldrohungen treiben Volatilität an den Märkten

Die Finanzmärkte reagierten am Dienstag nervös auf die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Handelspartner. Der Cboe Volatility Index (VIX), auch als "Angstbarometer" der Wall Street bekannt, sprang um bis zu 1,9 Punkte auf ein Achtwochenhoch von 20,69 Punkten.

Breite Marktreaktion auf Zollankündigung

Trumps erneute Drohungen, einen Handelskrieg mit Europa zu entfachen, lösten eine Verkaufswelle bei US-Vermögenswerten aus. Der S&P 500 Index verlor 1,5 Prozent auf 6.838 Punkte. Auch langlaufende US-Staatsanleihen und der US-Dollar gaben deutlich nach. Der Dollar fiel gegenüber einem Währungskorb um 0,6 Prozent auf ein Mehrwochentief.

"Wir haben seit Freitag sicherlich eine deutliche Reaktion bei den Risikokennzahlen gesehen. Es ist eine sehr bedeutende Verschiebung", kommentierte Jim Carroll, Senior Wealth Adviser bei Ballast Rock Private Wealth in Charleston. Er fügte jedoch hinzu, dass es sich noch nicht um eine Panikreaktion handle.

Sell America-Strategie kehrt zurück

Die Marktreaktion erinnert an die sogenannte "Sell America"-Strategie, die bereits nach Trumps Ankündigung der "Liberation Day"-Zölle im April letzten Jahres zu beobachten war. Investoren meiden zunehmend US-Vermögenswerte angesichts der Unsicherheit über die künftige Handelspolitik.

Devisenvolatilität bleibt historisch niedrig

Trotz der erhöhten Nervosität an den Aktienmärkten bleiben die Erwartungen für Währungsschwankungen vergleichsweise gedämpft. Die implizite Einmonatsvolatilität für den Euro stieg zwar auf 6,03 Prozent – den höchsten Stand seit Ende November – liegt aber immer noch unter dem 52-Wochen-Durchschnitt von 7,1 Prozent.

Michael Brown, Marktanalyst beim Online-Broker Pepperstone in London, erklärt: "Ich vermute, die Bewegungen fühlen sich schwerwiegender an, als sie es in Wirklichkeit sind, einfach weil der Markt schon so lange so träge war." Er sieht noch Raum für einen weiteren Anstieg der Volatilität, sollten diese Woche keine konkreten Fortschritte bei der Rücknahme der Zolldrohungen erzielt werden.

Timing nach Optionsverfall

Einige Analysten hatten bereits vor einem Anstieg der Marktvolatilität in dieser Woche gewarnt, nachdem am Freitag die monatlichen Aktienoptionen verfielen. Die Kombination aus diesem technischen Faktor und den politischen Unsicherheiten sorgt für zusätzliche Nervosität unter den Anlegern.

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