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Trump zu Venezuela: OPEC-Mitgliedschaft soll bestehen bleiben

US-Präsident Donald Trump hat sich für einen Verbleib Venezuelas in der OPEC ausgesprochen. Gleichzeitig bleibt unklar, ob dies im Interesse der USA liegt, während Washington versucht, Kontrolle über die venezolanische Ölindustrie zu erlangen.

Trump zu Venezuela: OPEC-Mitgliedschaft soll bestehen bleiben

US-Präsident Donald Trump hat sich in einem exklusiven Reuters-Interview für einen Verbleib Venezuelas in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ausgesprochen. "Ich denke, es ist besser für sie, wenn sie es tun", erklärte Trump am Mittwoch. Allerdings räumte er ein, nicht zu wissen, ob dies auch für die Vereinigten Staaten von Vorteil sei.

Komplexe Ausgangslage für Venezuela

Venezuela gehört zu den Gründungsmitgliedern des Ölkartells und verfügt über einige der weltweit größten Rohölreserven. Dennoch ist die Förderung in den vergangenen Jahren drastisch eingebrochen – eine Folge wirtschaftlicher Turbulenzen und internationaler Sanktionen. Die Trump-Administration hat Anfang Januar Präsident Nicolás Maduro in einer Operation abgesetzt und erklärt, die Ölressourcen des Landes auf unbestimmte Zeit kontrollieren zu wollen.

US-Kontrolle könnte zu Konflikten führen

Die amerikanische Einflussnahme auf die venezolanische Ölpolitik könnte Caracas in Konflikt mit anderen OPEC-Mitgliedern bringen. Die Organisation koordiniert die Angebotspolitik ihrer Mitglieder, um die Ölmärkte zu stabilisieren – durch Produktionskürzungen bei fallenden Preisen oder Erhöhungen bei steigender Nachfrage. Saudi-Arabien gilt aufgrund seiner dominanten Förderkapazität als De-facto-Führer der Gruppe.

Quotensystem als potenzieller Streitpunkt

Berater des Weißen Hauses bestätigten gegenüber Reuters, dass die Frage der OPEC-Mitgliedschaft Venezuelas bisher nicht diskutiert wurde. Experten warnen jedoch vor einem möglichen Konfliktherd: Sollte Trump die venezolanische Ölproduktion hochfahren wollen, während die OPEC Kürzungen zur Preisstützung plant, würden die US-Ziele der Kartellstrategie widersprechen.

Trump selbst bezeichnete die Frage nach der Einhaltung von OPEC-Produktionsbeschränkungen durch Venezuela als verfrüht. "Ich muss mir im Moment keine Sorgen darüber machen, weil ich nichts mit der OPEC zu tun habe", so der Präsident.

Frustration über Fördergrenzen

Das OPEC-Quotensystem stößt bereits bei einigen Mitgliedern auf Widerstand. Länder wie Irak, Nigeria und Angola haben wiederholt ihre Frustration über Fördergrenzen geäußert, die sie daran hindern, ihre Reserven voll auszuschöpfen oder auf nationale fiskalische Bedürfnisse zu reagieren. Mit der US-Kontrolle über Venezuelas Ölsektor könnte sich diese Spannung weiter verschärfen.

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