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Trumpf verzeichnet Umsatzrückgang und schwächelnde Nachfrage

Schwache Märkte in China und USA belasten, Forschungsausgaben steigen dennoch

Trumpf verzeichnet Umsatzrückgang und schwächelnde Nachfrage

Der Maschinenbauer Trumpf verzeichnet erstmals seit der Corona-Pandemie einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn. Das Unternehmen, das seit 19 Jahren von Nicola Leibinger-Kammüller geleitet wird, sieht sich mit einer schwachen Nachfrage konfrontiert, insbesondere in den Bereichen Batterien, Autoindustrie und Halbleitertechnologie. Der Auftragseingang reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von einer Milliarde Euro innerhalb von zwei Jahren entspricht. Laut Leibinger-Kammüller wird der Umsatz voraussichtlich weiter sinken. Sie betonte jedoch, dass klare Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses ergriffen werden, um die Stammbelegschaft zu halten.

Trumpf reduzierte seine Kosten, insbesondere bei Beratungsleistungen und Dienstreisen, um das operative Ergebnis vor Zinsen (Ebit) auf 500 Millionen Euro zu stabilisieren, was einem Rückgang um über 100 Millionen Euro entspricht. Die Umsatzrendite sank von 11,5 Prozent im Vorjahr auf 9,7 Prozent. In Deutschland konnte das Unternehmen jedoch einen überraschenden Anstieg des Umsatzes um fast sechs Prozent auf 824 Millionen Euro verzeichnen, was das Land zum erfolgreichsten Markt machte. In anderen Regionen, insbesondere in China und den USA, sank der Umsatz jedoch deutlich. In den USA war der Rückgang teilweise auf die Unsicherheit vor den Wahlen zurückzuführen, während in China die Exportbeschränkungen für Chiptechnologie das Geschäft erschwerten.

Besonders betroffen war das Lasergeschäft von Trumpf, das um neun Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurückging. Auch die EUV-Sparte, die sich auf extrem ultraviolette Lichttechnologie für die Chipproduktion spezialisiert, verzeichnete erstmals einen Rückgang um 2,9 Prozent auf 934 Millionen Euro. Dieser Bereich ist stark von der Auftragslage der niederländischen Firma ASML abhängig, die ein Monopol im Bereich Lithografie-Maschinen hat. Aufgrund einer sich abschwächenden Nachfrage nach neuen Kapazitäten in den Bereichen Künstliche Intelligenz und automatisiertes Fahren haben große Kunden wie Intel und Samsung weniger Maschinen bestellt.

Trotz der Herausforderungen hat Trumpf seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 50 Millionen Euro auf 530 Millionen Euro erhöht und 250 zusätzliche Forscher eingestellt, um zukunftsweisende Technologien weiter voranzutreiben.

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