Trumps Zölle brechen US-China-Handel auf 25-Jahres-Tief
Der Handelskrieg zwischen Washington und Peking zeigt drastische Wirkung: Der bilaterale Warenaustausch ist auf den niedrigsten Stand seit 2001 gefallen.

Rund ein Jahr nach Eskalation des umfassenden Handelskriegs zwischen den USA und China ist der bilaterale Warenhandel dramatisch eingebrochen. Von jedem 100 Dollar, den amerikanische Importeure ausgeben, fließen nur noch rund 9 Dollar in chinesische Waren – der niedrigste Anteil seit dem WTO-Beitritt Chinas im Jahr 2001.
Der Rückgang ist historisch: Noch 2018, zu Beginn der ersten Handelsspannungen unter Trump, lag der Anteil chinesischer Importe an den gesamten US-Einfuhren bei über 20 Prozent. Innerhalb weniger Jahre hat sich dieser Wert damit mehr als halbiert – ein beispielloser Einbruch im transatlantischen Warenverkehr.
Die Ursache liegt in den massiven Strafzöllen, die die Trump-Administration auf chinesische Waren verhängt hat. Diese Maßnahmen zwingen amerikanische Unternehmen dazu, ihre Lieferketten umzustrukturieren und Alternativen in anderen Ländern wie Vietnam, Mexiko oder Indien zu suchen.
Folgen für die globale Handelspolitik
Für deutsche Anleger und Exporteure ist diese Entwicklung von erheblicher Bedeutung. China und die USA sind die beiden größten Volkswirtschaften der Welt – ihr bilateraler Konflikt beeinflusst globale Lieferketten, Rohstoffpreise und Wechselkurse direkt.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDer Einbruch des US-chinesischen Handels verändert auch die Handelsströme weltweit. Drittländer profitieren teils von der Umlenkung der Warenflüsse, während multinationale Konzerne mit erheblichem China-Exposure unter Druck geraten. Für europäische Unternehmen eröffnen sich einerseits neue Chancen, andererseits wächst das Risiko, selbst ins Visier von Handelsbeschränkungen zu geraten.
Der aktuelle Stand markiert eine strukturelle Zäsur im Welthandel. Ob sich die Handelsbeziehungen zwischen Washington und Peking mittelfristig wieder normalisieren, bleibt angesichts des anhaltenden geopolitischen Drucks fraglich.


