ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Trumps Zollpaket trifft Weltwirtschaft hart

Europa, Asien und Australien reagieren mit Kritik, Sorgen und ersten Gegenmaßnahmen

 Trumps Zollpaket trifft Weltwirtschaft hart

Das neue Zollpaket von US-Präsident Donald Trump sorgt weltweit für heftige Reaktionen. Besonders in Europa stieß die Maßnahme auf scharfe Kritik. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem "schweren Schlag für die Weltwirtschaft" und warnte vor gravierenden Folgen für Millionen Menschen. Sie kündigte an, dass sich die Europäische Union auf Gegenmaßnahmen vorbereite, falls Verhandlungen mit den USA scheitern sollten. Auch der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, bezeichnete die Zölle als "Kampfansage" und rechnet mit einem Milliardenschaden für die EU. Daniel Caspary, Chef der deutschen Unionsabgeordneten im Europaparlament, sprach von einer "Vollkatastrophe" und einer "handelspolitischen Geisterfahrt". Manfred Weber von der Europäischen Volkspartei betonte, Europa sei bereit, seine Interessen zu verteidigen.

In Deutschland erwarten Verbände ebenfalls erhebliche Auswirkungen. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, warnte vor Preissteigerungen und Umsatzrückgängen, die besonders kleinere Unternehmen treffen könnten. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, sprach von einem fundamentalen Einschnitt, der die regelbasierte globale Handelsordnung gefährde. Auch der Verband der Chemischen Industrie mahnte zur Besonnenheit und forderte Brüssel auf, flexibel zu bleiben. Moritz Schularick vom Kieler Institut für Weltwirtschaft bezeichnete die Zölle als "Zäsur für die Weltwirtschaft", die auch den USA schaden werde.

In weiteren Ländern fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte die US-Maßnahmen "falsch" und warb für eine enge Zusammenarbeit zwischen den USA und Europa. Frankreich rechnet bereits mit einem Rückgang der Wein- und Spirituosenexporte um mindestens 20 Prozent. Großbritannien will laut Wirtschaftsminister Jonathan Reynolds ruhig, aber entschlossen auf die neuen Zölle reagieren. Australien kündigte hingegen an, auf Vergeltungszölle zu verzichten, kritisierte die Maßnahme aber scharf.

Auch Kanada plant gezielte Gegenmaßnahmen, während China bereits entschiedenen Widerstand ankündigte. Südkorea ergriff erste Sofortmaßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft. Die Auswirkungen zeigen sich auch an den Finanzmärkten: Die Aktien großer Technologiekonzerne verloren im nachbörslichen US-Handel deutlich an Wert. Besonders Apple, Amazon, Tesla und Meta verzeichneten spürbare Kursverluste. Auch Unternehmen der Chipbranche gerieten unter Druck.

USADonald TrumpZölleUrsula von der LeyenDeutschlandKanadaItalienAsienAustralienWirtschaftAktien

Disclaimer