TSMC steigert Gewinn dank KI-Nachfrage deutlich
Auch der Umsatz übertrifft Erwartungen – Ausblick für drittes Quartal bleibt optimistisch

Ein Gewinnsprung von über 60 Prozent im zweiten Quartal hat dem taiwanesischen Chiphersteller TSMC einen weiteren Rekord beschert. Der weltgrößte Auftragsfertiger für Halbleiter meldete einen Nettogewinn von rund 398 Milliarden Taiwan-Dollar, was umgerechnet etwa 11,7 Milliarden Euro entspricht. Angetrieben wurde das Ergebnis von der ungebrochen hohen Nachfrage nach leistungsfähigen Chips für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Vor allem Chipentwickler wie Nvidia und AMD kommen mit der Produktion kaum noch hinterher, da Unternehmen weltweit ihre Rechenzentren massiv ausbauen. Die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz KI-basierter Technologien in zahlreichen Branchen sorgen dafür, dass der Bedarf an Rechenleistung rapide steigt. TSMC, das für viele dieser Tech-Konzerne fertigt, profitiert dabei direkt vom globalen KI-Boom.
Bereits im Vorfeld hatte das Unternehmen über eine starke Umsatzentwicklung berichtet. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 39 Prozent und erreichten knapp 934 Milliarden Taiwan-Dollar. Das entspricht etwa 31,8 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit einem schwächeren Wachstum gerechnet, was die positive Überraschung am Markt zusätzlich verstärkte.
Auch der Ausblick für das laufende dritte Quartal fällt optimistisch aus. TSMC rechnet mit einem Umsatz zwischen 31,8 und 33 Milliarden US-Dollar – ein Bereich, der in jedem Fall oberhalb der bisherigen Prognosen von Experten liegt. Diese Entwicklung unterstreicht die zentrale Rolle, die TSMC in der globalen Halbleiterproduktion spielt, insbesondere angesichts der dynamischen Entwicklungen im Technologiesektor.
Der Konzern gilt als Schlüsselunternehmen in der weltweiten Lieferkette für Mikrochips. Seine Fertigungskapazitäten sind entscheidend für viele Branchen, darunter auch die Automobilindustrie, Konsumelektronik und Cloud-Dienste. Die anhaltende Engpasssituation bei Hochleistungsprozessoren verstärkt die Abhängigkeit von führenden Fertigern wie TSMC zusätzlich.
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Zur AktienanalyseIn der Branche wird davon ausgegangen, dass der Nachfrageboom nach KI-Chips noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht hat. Während sich viele Unternehmen um den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten bemühen, bleibt TSMC auf absehbare Zeit einer der wichtigsten Produzenten von Hochleistungschips für KI-Anwendungen.


