Tui setzt auf KI für mehr Profit
Globale Plattform, neue Schiffe und erweiterte Angebote für 33 Millionen Kunden

Der Reisekonzern Tui plant, seine Marge mithilfe von Künstlicher Intelligenz deutlich zu steigern. Dabei soll eine neu entwickelte, weltweit einsetzbare Vertriebsplattform zum Einsatz kommen. Ziel des Unternehmens ist es, die Profitabilität des Kerngeschäfts auf ein neues Niveau zu heben. Nach Angaben von Tui soll die operative Marge auf über drei Prozent steigen. Das würde eine Verdopplung im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr bedeuten und zugleich das Niveau vor der Corona-Pandemie übertreffen. Die Pläne wurden auf einem Investorentag vorgestellt.
Im Zentrum der Digitalisierungsstrategie steht die Tui App, die künftig als wichtigster digitaler Vertriebskanal fungieren soll. Die App soll es ermöglichen, Freizeitangebote gezielt zu kuratieren und flexibel zu skalieren. Dies soll das Unternehmen rentabler machen und gleichzeitig neue Kundengruppen ansprechen. Tui strebt an, sich zu einem globalen Marktplatz für touristische Angebote zu entwickeln, bei dem verschiedene Leistungen wie Reisen, Hotels oder Ausflüge zentral gebündelt werden.
Der Einsatz von KI soll helfen, neue Wachstumsmärkte zu identifizieren, das Kundenerlebnis zu verbessern und höhere Durchschnittspreise zu erzielen. Konzernchef Sebastian Ebel betonte, dass sich Tui weiterhin auf Wachstumskurs befinde. Das integrierte Geschäftsmodell, das sowohl Pauschal- als auch Individualreisen, Kreuzfahrten, Hotels und Freizeitaktivitäten umfasst, biete eine solide Grundlage für eine stärkere globale Präsenz des Unternehmens.
Ziel der Neuausrichtung ist es, die verschiedenen Geschäftsbereiche besser miteinander zu verknüpfen. Durch die Nutzung von Synergien will Tui den Kunden ein erweitertes Angebot bieten und die Zahl der Kundenkontakte ganzjährig erhöhen. Derzeit gibt das Unternehmen an, über eine Kundenbasis von 33 Millionen zu verfügen. Diese Zahl soll durch die neuen Maßnahmen weiter gesteigert werden.
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Zur AktienanalyseParallel zu den Digitalisierungsplänen prüft Tui auch Investitionen in die Kreuzfahrtflotte. Konkret geht es um zwei neue Schiffe für die Marke Marella, die speziell für den britischen Markt konzipiert werden sollen. Derzeit befinde man sich in Gesprächen über den möglichen Bau dieser Schiffe. Sie könnten ab dem Geschäftsjahr 2031 zur Verfügung stehen.


