ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Twist Bioscience Aktie bricht vorbörslich um 10 Prozent ein

Trotz starker Umsatzzahlen enttäuscht der Hersteller synthetischer DNA beim Ergebnis – und das bereits zum dritten Mal in vier Quartalen.

Twist Bioscience Aktie bricht vorbörslich um 10 Prozent ein

Die Aktie von Twist Bioscience (TWST) verlor im vorbörslichen Handel 10,4 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Quartalsergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt hatte. Zwar übertrafen die Umsatzzahlen die Erwartungen der Analysten, doch beim Ergebnis je Aktie verfehlte der Hersteller synthetischer DNA die Konsensschätzungen deutlich – was Anleger bereits vor Handelsbeginn zu Verkäufen veranlasste.

Der Umsatz belief sich auf 118,4 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 114,54 Millionen Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und markiert das 14. Quartal in Folge mit sequenziellem Umsatzwachstum – ein beachtlicher Wachstumstrend, der die operative Stärke des Unternehmens unterstreicht.

Auf der Ergebnisseite sieht das Bild jedoch weniger erfreulich aus. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,56 US-Dollar und verfehlte damit den erwarteten Verlust von 0,48 Dollar. Auch das bereinigte EBITDA blieb mit rund minus 11,3 Millionen Dollar negativ. Für Anleger, die auf einen klaren Weg zur Profitabilität hoffen, ist dies ein erneutes Warnsignal.

Wiederholtes Verfehlen der Gewinnschätzungen belastet das Vertrauen

Besonders brisant ist die Ergebnisenttäuschung vor dem Hintergrund der außergewöhnlichen Kursentwicklung der TWST-Aktie. Die Papiere des Unternehmens waren seit Jahresbeginn um mehr als 200 Prozent gestiegen – eine Rally, die hohe Erwartungen an die fundamentale Entwicklung schürte. Das Verfehlen der EPS-Schätzungen im dritten Quartal ist bereits das dritte Mal in den letzten vier Quartalen, dass Twist die Gewinnerwartungen nicht erfüllen konnte.

Evercore ISI hatte bereits am 6. Juli 2025 reagiert und die Aktie von „Outperform" auf „In Line" herabgestuft, während das Kursziel gleichzeitig auf 102 US-Dollar angehoben wurde. Als Begründung nannte Evercore-Analyst Vijar Kumar Bewertungsbedenken und merkte an, dass „die kurzfristige Entwicklung den Fundamentaldaten vorausläuft". Die jüngsten Quartalszahlen bestätigen diese Vorsicht eindrücklich.

Positiv zu vermerken ist, dass Twist Bioscience für das vierte Quartal eine Umsatzprognose von 123 bis 124 Millionen US-Dollar ausgab. Diese Guidance liegt deutlich über der FactSet-Schätzung von 117,4 Millionen Dollar und kompensiert die Ergebnisenttäuschung zumindest teilweise. Der Umsatztrend bleibt damit konstruktiv und zeigt, dass das Kerngeschäft mit synthetischer DNA weiterhin robust wächst.

Kursrückgang ist rein unternehmensspezifisch

Der breitere Markt bot dem TWST-Kurs keinen Rückhalt. Der S&P 500 legte am selben Tag um 0,5 Prozent zu, der Dow Jones gewann 1,2 Prozent, und der Nasdaq notierte nahezu unverändert. Der Verkaufsdruck bei Twist Bioscience ist damit eindeutig unternehmensspezifisch und spiegelt keine makroökonomischen oder branchenweiten Gegenwinde wider. Vergleichbare Unternehmen aus dem Bereich Life-Science-Tools wurden nicht als Auslöser einer Mitleidenschaftsreaktion identifiziert.

Für deutsche Privatanleger, die Twist Bioscience im Blick haben, ergibt sich folgendes Bild: Das Unternehmen wächst beim Umsatz stark und übertrifft regelmäßig die Erwartungen – doch die Profitabilität bleibt ein ungelöstes Problem. Solange Twist die Lücke zur Gewinnzone nicht schließt, dürfte die hoch bewertete Aktie anfällig für Rücksetzer bleiben, sobald die Ergebnisse enttäuschen. Die Anleger fordern deutlichere Beweise dafür, dass das Unternehmen seinen Wachstumskurs in nachhaltige Gewinne ummünzen kann.

Twist BioscienceTwst AktieSynthetische DnaQuartalsergebnisseEps VerfehlungLife Science AktienEvercore Isi Herabstufung

Disclaimer